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24-Stunden-Enduro: Endurance Day

Während andere Christi Himmelfahrt den Bollerwagen hinter sich her zerrten, zog es viele Offroader in den Osten der Republik. In Neiden/Torgau stand erneut der Endurance-Day an. Zwölf Stunden Quad- und 24-Stunden-Endurorennen stellten höchste Anforderungen an Mensch und Maschine.

Ein 24-Stunden-Rennen ist bereits auf Asphalt eine Herausforderung. Seit 2004 heißt es auch für die Offroadgemeinde beim Endurance-Day „ Durchhalten“. Während die Quad-Piloten sich „nur“ einen halben Tag quälen müssen, heißt es für die Enduros 24 Stunden zwischen Sprunghügel, Schlamm und Spurrillen auszuhalten.
Wie im letzten Jahr ging die Veranstaltung auf dem weitläufigen Areal des MSC Pflückuff über die Bühne. Das ehemalige Militärgelände bietet reichlich Platz und, bei den Wetterverhältnissen in diesem Jahr ein Segen, überdachte Boxen. Fast 1000 Fahrzeuge waren auf dem Gelände versammelt. Gestartet wurde in verschiedenen Klassen: Mit einem Fahrzeug und bis zu vier Piloten oder mit mehren Fahrern und der gleichen Anzahl Quads oder Bikes. Der härtesten Herausforderung stellen sich aber, sowohl bei den Quads als auch bei den Enduros, die Starter in der Ironman-Klasse: Ein Fahrzeug, ein Pilot, alleine gegen die Strecke, die Konkurrenten und die Müdigkeit.
Auf rund neun Kilometern bot der Kurs eine abwechslungsreiche Mischung aus Motocross und Enduro. Eine Woche lang hatten die Organisatoren an der Streckenführung gefeilt und geschuftet. Eine besonders knifflige Passage erwartete die Akteure im Start-Ziel-Bereich: Dort hatten die Streckenbauer den Piloten trialartige Hindernisse wie Bahnschwellen, Betonröhren und Reifen in den Weg gelegt. Wem das zu heavy war, konnte in der sogenannten „Chicken-Line“ warten, einen gehörigen Zeitverlust hinnehmen und die Hindernisse anschließend umfahren.
Außergewöhnlich ebenfalls: die Fahrt durch die ehemaligen Kasernengebäude. Wenn dort ein Pilot im langen Flur den großen Viertakter ordentlich aufriss, wackelten die Wände – im wahrsten Sinne des Wortes.
Neben den vielen unbekannten Helden der 24 Stunden präsentierte aber vor allem das Touratech-Team bekannte Namen wie Supercross-Legende Bernd Eckenbach, Mickael Musquin, Bruder des amtierenden MX2-Weltmeisters, oder Extrem-Enduro-Spezialist Gerhard Forster. Zwar war auch die BMW-Werksmannschaft vom Team Speedbrain mit Andreas Lettenbichler, Simo Kirssi, Rudi Pöschl und Markus Theobald genannt, doch sagten die Profis kurz vor der Veranstaltung ab. Das tat dem Endurance-Day keinen Abbruch: Die Fahrer aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, England und Schweden sorgten auch so für gute Unterhaltung.
High Noon hieß es für die Quads am Freitagmittag, als sich die rund 300 Vierräder auf die Reise machten. Vom filigranen Sportquad bis zum bulligen ATV sorgte das Starterfeld für Abwechslung. Um Mitternacht war der „Spuk“ für die Vierradfraktion vorbei. Erschöpft, aber glücklich, machten die Piloten die Boxengasse frei für die Teams der Soloklasse. Pünktlich um zwölf Uhr fiel am Samstag der Vorhang für den Hauptakt: von BMW bis Yamaha, vom KTM 125er-Zweitakter bis zur 570er Husaberg, präsentierte sich die Maschinenbandbreite. Mit Exotenstatus ging auch ein Quantya-Elektrobike ins Rennen. Das Aufgebot an Zweizylindern war mehr als mager, denn lediglich eine KTM Superenduro pflügte in der Anfangsphase über die Strecke.
Es herrschte eine angespannte Atmosphäre, sowohl auf der Strecke als auch in der Boxengasse: Fahren, Tanken, Reparieren, Fahrerwechsel: alles wollte ordentlich getimet sein, alles sollte wie am Schnürchen klappen. Traten Probleme auf, verlagerte sich die Action von der Strecke in die Box. Eine unfreiwillige Reparatur kann schnell über Sieg und Niederlage entscheiden. Als sich die Nacht ankündigte, kam mit der Dunkelheit für alle Beteiligten eine weitere Herausforderung hinzu. Für den Zuschauer war es schon ein unwirkliches Szenario, wenn er im dunklen Wald stand, ringsherum  Lichtkegel durch die Bäume„stocherten“ und  bizarre Licht- und Schattenspiele zwischen Bäume, Büsche und Flatterband malten. Auch die Häuserdurchfahrten bekamen mit der Nacht ihren eigenen Reiz, als die Scheinwerferkegel untermalt vom widerhallenden Motorensound durch die Flure streiften, wo einst zackige Kommandos Soldaten auf Trab brachten.
Pech hatten die Strombiker: Bis in die Dunkelheit schafften es die elektrischen Reiter erst gar nicht: Die Geschichte „E-Bike beim Endurance-Day“ war relativ schnell zu Ende, denn nach lediglich zwei Runden stand die Quantya zum ersten Mal an der Box. Schlamm in den Innereien hatte dem Antrieb den Garaus gemacht. Zwar brachte man das Bike noch mal auf die Strecke, doch am Ende standen für das Quantya-Team lediglich vier magere Runden auf dem Konto.
Ganz anders die Sieger-Teams: Einen Doppelerfolg konnte Touratech auf BMW G450X in der Prestige-Class verbuchen. Mit Team Eins und Zwei belegten sie genau in dieser Reihenfolge das Podest. Dritter wurde das Team K & P-Geringswalde auf einer Beta RR 450. In der Sports-Class siegte das Team Engel Eins auf KTM, zweiter wurde KTM-Feist Eins auf KTM/Husaberg und der dritter im Bunde wurde hier das Team MSC Pflückuff/MS Graffixs auf KTM/Kawa.
Bei den Einzelkämpfern gewann wie im Vorjahr André Engelmann auf einer KTM vor dem Touratech-BMW-Piloten Alexander Sedlmair. Dabei legte der Sieger mit 75 Runden eine Distanz von fast 700 Kilometern zurück. Eine Strecke, die schon so manchem Biker für die Urlaubsanreise zu weit ist. Infos unter www.endurance-day.de und www.msc-pflueckuff.com.
Text & Fotos:
André Gbiorczyk

Aus: Regionale Motorradmagazine

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