162 Hengste sollen antraben, die Tuono nutzt bereits die letzte Ausbaustufe des RSV4- Auspuffsystems und dürfte damit auch deren maskulinen Sound geerbt haben. Neben aktueller Ride-by-Wire-Technik kommt der Nackedei zusätzlich mit Traktions- und Wheeliekontrolle.
Die Launch Control für den perfekten Ampelstart sowie ein Quickshifter zum Durchschalten unter Volllast ist ebenfalls an Bord. Gesteuert wird das APRC (Aprilia Performance Ride Control) genannte Elektropaket über zwei Schalter an den Armaturen. Trotz reichlich Hightech: Von ABS ist vorerst noch nicht die Rede.
Unterschiede zum Supersportler gibt’s neben der zurückgenommenen Leistung und der fehlenden Verkleidung dennoch: Die Tuono erreicht ihr maximales Drehmoment von 110 Nm bereits bei 9000 Touren, also 1000 Umdrehungen früher als Max Biaggis Arbeitsplatz. Hinten dreht sich serienmäßig ein 190/55 ZR 17, der überfette 200er aus der RSV4 soll allerdings auch passen. Aprilia setzt bei den Bremsen natürlich auf radial verschraubte Brembos, vorne wie hinten arbeiten hochwertige Sachs-Federlemente – ob die Factory mit Öhlins-Fahrwerk schon in den Startlöchern steht? Allerdings dürfte die Tuono V4 bereits so ein hinreißend deftiges Landstraßenbike abgeben. Und damit genau in die Kerbe der Vorgängerin hauen.
Technische Daten Aprilia Tuono 2011
Motor: Vierzylinder-65°-V, flüssigkeitsgekühlt, vier Ventile/Zyl.
Hubraum: 999,6 cm³
Leistung: 119 kW (162 PS) bei 11 000 min-1
Drehmoment: 110 Nm bei 9000 min-1
Kraftübertragung: Sechsgang, Kette
Bremsen v/h.: 320-mm-Doppelscheibe mit Vierkolbenstoppern / 220-mm-Scheibe mit Zweikolben-Festsattel
Reifen v./h.: 120/70 ZR 17 / 190/55 ZR 17
Tankinhalt: 17 Liter
Sitzhöhe: 840 mm
Gewicht trocken: 179 kg
Preis: k.A.