Wunderlichs Antwort auf Platzprobleme in Sachen Gepäck lautet „Extreme“. Wir bauten das Koffer-Set an unsere Dauertest-GS.

Rund 22000 Kilometer hatte unsere Dauertest-GS bereits abgespult, als wir sie mit dem Extreme-Kofferset von BMW-Zubehör-Guru Wunderlich beglückten. Extreme, weil die großen Alukisten mit links 45 Litern Inhalt und rechts immer noch 40 Litern einen massiven Auftritt hinlegen. Mit sieben Kilo pro Stück gehören sie auch nicht zu den Leichtgewichten, sind aber eben auch „extreme“ stabil.
Seit mittlerweile 5000 Kilometern dienen die Wunderlichkoffer an unserem Dauertester und schlagen sich ordentlich: Material und Bauweise wirken absolut kugelsicher, die Kunststoffecken lassen sich bei Beschädigung austauschen. Das Haltesystem und die Verriegelung aus Vollmetall bekommt man ebensowenig klein.

Das Schließsystem ist solide und funktioniert sogar im praxisgerecht verdreckten Zustand einwandfrei. Der Anbau des 3,3 Kilo schweren Kofferträgers erfordert allerdings ein wenig Geduld. Gut: Zum Schließen muss man die Koffer nicht zwangsweise abschließen. Beim Test mit dem Dampfstrahler sowie bei Regenfahrten blieben die Koffer innen trocken. Die Deckel sind abnehmbar und mit praktischen Gepäcknetze ausgestattet, deren Halter etwas fummelig sind.
Je nach Größe schluckt der linke Koffer einen Integralhelm, wir haben etwa den Scorpion Exo 510R und sowie den Enduro-Hut Aventuro gerade so hineinbekommen. Und das bei akzeptabler Baubreite: Der GS-Hintern misst nach dem Anbau abgerundete 102 Zentimeter. Die in Alu, Silber und Schwarz erhältlichen Koffer schlagen sich gut im Praxistest und können überzeugen.
Wunderlich verkauft die Koffer ab 729 Euro, den Träger für 229 Euro. Hinzu kommen die Schlösser für 49,90 Euro.

Solide: Auch die Schlösser können was ab.

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