HJC bedient die Helm-Mittelklasse bereits unter 200 Euro. Aber was kann so eine Sparmütze? Till hat den i70 rund 1000 Kilometer getestet.

Los geht es ab 199,90 Euro UVP, online haben wir auch günstigere Angebote gefunden. Aber: Den Sparkurs sieht man dem in Vietnam gebauten HJC i70 definitiv nicht an, die Verarbeitung ist wertig. Hier klappert nichts und auch die Polycarbonat-Schale macht keinen billigen Eindruck, das Visier rastet sauber, der Verschluss klickt satt. Dazu kommen eine integrierte Sonnenblende und andere nette Features wie Brillenkanäle, Lautsprechertaschen, Akustik­kragen, Pin-Lock und die City-Funktion des Visiers, bei dem nur ein Spalt geöffnet wird. Auch die Fahrversuche laufen wirklich gut für den i70: Er ist erfreulich leise, der Komfort stimmt, das Visier beschlägt nicht und er liegt auch bei hohem Tempo gut im Wind. Das haben wir selbst bei doppelt so teuren Helmen schon schlechter erlebt.

Freilich gibt es in dieser Preisklasse auch Einschränkungen. So ist das Gewicht mit knapp 1700 Gramm in Größe L hoch – Leichtbau kostet halt, auch bei Helmen. Ein Notausstieg fehlt, außerdem dürften die Belüftungen besser funktionieren, die teurere HJC-Verwandtschaft ist da luftiger. Und dass die aufwendigeren Dekore 50 Euro extra kosten, ist im Verhältnis zum Basiskurs recht happig. Insgesamt legt der in drei Schalengrößen erhältliche i70 trotzdem eine stramme Leistung aufs Parkett, je nach Anforderungsprofil fährt man mit diesem Mittelklasse- Tourenhelm schon ziemlich gut.                

www.hjchelmets.de

 Was? 
Thermoplast-Tourenmütze

Für wen? 
Tourensparer

Kostet?
ab 199,90 Euro

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