Als ich die Held Jester zum ersten Mal sehe, muss ich unvermittelt an Billy the Kid und Bonanza denken. Die Revolverhelden tragen auch immer Westen über der Joppe. Als ich sie dann zum ersten Mal trage, murmelt Guido irgendwas von Brokeback- Mountain. Dabei hätte ich von Old Throttlehand ein Herz für Trapper-Romantik erwartet. Egal, Optik bleibt Geschmackssache. Weniger Verhandlungsspielraum gibt es bei der Ausstattung einer Motorradjacke. Da machen die Sonthofener keine Gefangenen. In der Hitze der Prärie kann man Belüftungen an Schultern und Rücken öffnen. Zudem gibt es an der Brust einen doppelten Reißverschluss. Schließt man nur den inneren, darf der Fahrtwind durch einen Streifen Mesh-Gewebe schießen. Die Abdeckung flattert dank eingearbeiteter Magneten ebensowenig wie der Kragen. Das Coolmax-Innenfutter ist auch nicht zu verachten. Wenn es nachts kalt wird in der Steppe, kann man per Clip-in-System eine Thermojacke nachrüsten. Oder wenn ein wilder Ritt ansteht, eine Airbag-Weste. Außerdem kann Jester ein paar Regentropfen ab, bevor man ins Tipi muss.In den weichen Lederärmeln stecken besonders dünne Protektoren, die kaum auftragen. Nur der Rückenholster ist serienmäßig nicht besetzt. Der Torso besteht aus abriebfesten Armalith-Fasern. Fast 400 Euro sind erst mal happig, die Verarbeitung besteht aber jedes Duell und Teile wie Druckknöpfe und Reißverschlüsse sind durchweg aus Metall. In S bis 3XL dürften alle Dalton-Brüder unterkommen.

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– Tilli the Kid

Was? 
Retro-Jacke von echtem Schrot und Korn

Für wen? 
Zweirad-Cowboys

Kostet?
399,95 Euro

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