Drücken, drehen, halten – das sollte man motorisch draufhaben, um das Sena 30K-Kommunikationssystem zu bedienen. Kognitiv wird’s etwas schwieriger: Wer alle Funktionen ergründen will, muss sich durch 93 Seiten Anleitung wursteln. Die wichtigsten Kommandos hat man aber flott drauf und kann mit dem Sena-Flagg­schiff losplappern, telefo­nieren, Radio hören und „Mesh-Networken“, also in der Gruppe quatschen. Die 30K sind nämlich Rudeltiere und können auf Wunsch mit ihren Artgenossen ohne vorheriges Koppeln in Kontakt treten. Im privaten Modus lassen sich 16 Teilnehmer anstöpseln, im öffentlichen Modus ist die Zahl unbegrenzt. Die klassische Blue­tooth-Verbindung funktioniert mit Standard 4.1. Mit Blauzahn sind in unserem Praxistest im HD- Modus knappe 500 Meter drin. Reißt der Kon­takt doch mal ab, verbinden sich die Senas automatisch wieder. Dazu ist die Sprach- und Klangqualität brilliant. Kaffeeklatsch, Radio, Drei-Fragezeichen-Hörspiele – alles kein Problem. Das liegt auch am Mikrofon, das Windgeräusche fil­tert und gar nicht erst zum Senden freigibt. Der Funktionsumfang samt kostenloser App ist genauso prall gefüllt, wie es das Konto des Käufers sein sollte: 329 Euro kostet das Einzelstück, das Paar kommt auf 579 Euro. Verschiedene Mikrofone, Distanzstücke für Kopf­hörer und Klebepads sind dabei. Mehr ist halt doch mehr. www.sena.com

Was? 

Kommunikationszentrale to go

Für wen? 

audiophile Plaudertaschen

Kostet? 

329 Euro (Einzelset)
579 Euro (Doppelset)

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