Bell baut seine Classic-Reihe weiter aus: Der Moto 3 ist eine Neuauflage des Offroad-Originals aus den 70ern – Till hat ihn seiner wahren Bestimmung zugeführt.

 

Authentischer ginge es höchstens beim Klassik-MX, aber ein Ausflug auf Ducatis neuestem Retro-Scrambler ist für den Test des Moto 3 natürlich auch angemessen. Das Original von Bell stammt aus den 70ern, optisch ist die Neuauflage eine ziemlich genaue Kopie und in vielen supercoolen Dekoren erhältlich. Erster Wermutstropfen: Unser Modell in Chemical Candy Black/Gold kostet fast 400 Euro.

Allerdings ist der Moto 3 des Jahres 2017 nicht nur nach ECE zertifiziert, auch die Materialien sind topaktuell. Die Schale ist ein leichter Fiberglas-Mix, 1220 Gram zeigt unsere Waage an. Es gibt drei Schalen- und vier Kalotten-Größen. Auch der Kinnbügel ist mit EPS ausgekleidet, ein Doppel-D-Ring schließt den Riemen flott und sicher. Die Innenausstattung besteht aus Leder und Kunstfaser, ist sehr bequem, anti-bakteriell, entnehm- und waschbar. Druckknöpfe ermöglichen die Montage eines Schirms.

Fürs stylische Herumknattern ist der famos verarbeitete Moto 3 ein wirklich toller Begleiter, die Bauweise ist naturgemäß sehr einfach. Er ist bequem, das Gesichstfeld ist angenehm groß, alles funktioniert einwandfrei.

Mit einer Einschränkung: Wer wirklich Sport auf dem Motorrad treibt, wünscht sich ganz klar eine Belüftung am Oberkopf – hier weht beim Moto 3 kein noch so laues Lüftchen. So bleibt der Retro-Bell ein teurer, edler und wunderhübscher Kopfschmuck, doch ganz ohne Grund haben sich Offroadhelme in den letzten 40 Jahren offensichtlich nicht verändert – urbaner Retrospaß ja, Geländesport nein. Händlerliste unter www.grofa.com.