Es ist Handelskrieg. Pünktlich zum Sommeranfang hat die europäische Union Strafzölle von 25 Prozent auf viele amerikanische Produkte erhoben. Neben Jeans und Bourbon-Whiskys betreffen sie vor allem Motorräder. MOTORRAD NEWS fragte nach, wie Harley-Davidson, Indian und Zero darauf reagieren.

Bereits unterschriebene Kaufverträge sind von den deutlich erhöhten Einfuhrabgaben nicht betroffen, betont Harley-Davidson-Sprecher Rudi Herzig. Zudem seien alle Motorräder, die sich bereits auf europäischem Boden befinden, ja schon verzollt. Fürs erste will Harley auch keine neuen Preislisten erstellen, sondern die Entwicklung abwarten. Perspektivisch müssen sich die 25 Prozent Einfuhrabgabe allerdings zumindest zum Teil auch auf die Produkte niederschlagen.

Prinzipiell geht es Harley in diesem Jahr bislang goldig: Über die ersten fünf Monate verzeichneten die Milwaukee-Eisen in Deutschland ein Zulassungsplus von über 19 Prozent. Hauptgrund sind die neuen Modelle: Harley musste bereits Softails nachordern, zeitweise war man nahezu ausverkauft.

Auch Zero und Indian sind von der Strafaktion betroffen, Indian arbeitet zur Zeit noch einem Statement und möchte den Vorgang bis dahin nicht kommentieren. Die EU-Handelskommission will die erhöhten Zölle zurücknehmen, sobald die USA die erhöhten Einfuhrabgaben auf Stahl und Aluminium aufhebt.

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