Ende März gesellte sich eine brandneue Triumph Tiger 800 XCa in unseren Dauertest- Zoo. Mit 20 Kilometern Laufleistung vertraute uns Triumph ein wirk­lich jungfräuliches Mo­torrad an. Beim Aufpäppeln hilft das bunte Display. Während der Motor noch einlaufen muss, färbt sich der Bal­ken des Drehzahlmessers gelb und mahnt zu samtpfötigem Hochdrehen des jungen Triples. Zumindest wenn das Cockpit richtig angeschlossen ist. Als Guido erstmals die praktische Schwenkbarkeit vorführte, löste sich die Steck­verbindung. Der Bildschirm blieb schwarz, dafür löste Druck aufs Instrument die Hupe aus. Einige verdutzte Blicke, etwas Gefummel und ein leises Klicken später konnten wir die Segnungen des Infotainments wieder genießen. Nach 700 Kilometern im Bummelmodus tauschte Triumph Dortmund bei der Einfahrtinspektion das Einfahr-Öl gegen Vollwertsaft, behob eine leichte Ölundichtigkeit und wilderte sie ohne Beanstandungen wieder aus. Gleich am nächs­ten Tag trug sie Tilman ins Allgäu, wo er mit dem entfesselten Triple über kühle Pässe tollte und sich von der Sitzheizung verwöhnen ließ. Kurz darauf zog es Guido an den Mittelrhein, denn dort gibt es schöne Schotterparkplätze. Schade: Die schnell montierten Quicklock- Kofferträger von SW-Motech lassen viel Platz zum verschlankten Heck. Mit Alukisten wird die Tiger 103 Zentimeter breit. Bei Stau auf dem langen Weg in die Wildnis müssen die Drängler unter uns also Gepäck sparen. Oder auf besonders breite Rettungsgassen hoffen.

Dauertester 

Triumph Tiger 800 XCa
3493 Kilometer

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