Wer Rennveranstaltungen ausrichtet, sollte sich in Sicherheitsfragen nicht allein nach den Vorgaben der Behörden richten. Das Oberlandgericht Oldenburg urteilte Anfang des Jahres, dass Veranstalter die Zuschauer vor realistischen Gefahren schützen müssen. Darunter fallen Ereignisse, die immer wieder vorkommen können, wie etwa Stürze, Kollisionen und sich überschlagende Motorräder.

Konkret ging es bei der Verhandlung um einen Unfall während eines Sandbahnrennens. Nach dem Start kollidierten zwei Motorräder und stürzten. Ein nachfolgender Fahrer konnte nicht mehr ausweichen, sein Motorrad hob ab und verletzte trotz vorschriftsmäßiger Absperrungen einen Zuschauer am Oberschenkel. Dessen Versicherer stellte Regressforderung gegen den Rennveranstalter und bekam in zweiter Instanz Recht.