Trotz feuchten Schmuddelwetters statt Schnee und Eis ließen sich 1800 Winterfahrer nicht von einem Besuch des Motorradfahrertreffens auf Schloss Augustusburg abhalten. Für ein Wintertreffen war das Wetter in Sachsen am zweiten Januarwochenende einfach zu mild, doch zumindest blieben die Biker dieses Jahr von Sturmböen und eisglatten Straßen verschont. Erstaunlich, dass sich in diesem Jahr trotz der moderaten Temperaturen vergleichsweise wenig Motorradfahrer zur Augustusburg bewegten. Lag es an dem Gerücht, das letztes Jahr die Runde machte, dass es nach der Absage auch künftig auf der Burg keine Wintertreffen mehr geben würde? Zum Glück blieb dies eine Ente und in diesem Jahr durfte wieder rund um die Burg gezeltet werden. Der Veranstalter stellte sogar zusätzliche Flächen für die Camper bereit.
Den Großteil der etwa 10000 Besucher machten die schaulustigen Fußgänger aus, die sich am Samstagvormittag durch das Schlossareal schoben. Wild am Straßenrand parkende Autos sorgten am Samstagmittag in der Stadt für ein Verkehrschaos.
Wild am Straßenrand parkende Autos sorgten am Samstagmittag in der Stadt für ein Verkehrschaos.
Seltene und skurrile Fahrzeuge waren auch auf dem Schlosshof zu entdecken, wie beispielsweise ein aus Holz gebautes Motorrad mit einem Dieselmotor. Triumph und Husqvarna waren mit kleinen Messe- und Verkaufsständen vor Ort. Am Fuß der Burg gab es den jährlichen Flohmarkt, der wieder völlig überrannt war.
Besonders erwähnenswert war der Besuch von Heinz Rosner, der sich und seine Renn-MZ auf dem Schlosshof präsentierte. Rosner war 2019 am Zschorlauer Dreieck schwer gestürzt; um so schöner, dass man Heinz nun wieder bei bester Gesundheit zu Gesicht bekam.
Der Samstagnachmittag gestaltete sich sonnig und so hatten die meisten Motorradfahrer sogar noch eine trockene Heimfahrt. Infos gibt es auch unter www.die-sehenswerten-drei.de.

Ralf Zimmermann

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