Die Liste an Helmen im Siebziger-Jahre-Stil am Markt ist mittlerweile lang. Mit dem Root schickt auch Held einen Kandidaten ins Rennen. Schön: Es gibt für vergleichsweise günstige 200 Euro eine Fiberglasschale, ein großes Visier und einen Doppel-D-Verschluss. Und natürlich eine echt authentische Mütze mit rattengeiler Optik. In manchen Punkten muss man das natürlich auch wollen: Das Visier hat keine festen Rastpunkte und schließt rechts und links mit einem etwas fummeligen Druckknopf. Es wäre unfair, zu erwarten, dass das hermetisch dicht ist. War es in den Siebzigern übrigens auch nicht. Etwas Feuchtigkeit und Wind muss der Hipster von heute dann eben durch strategisch platziertes Gesichtshaar abwehren.
Auch in das von unten offene Kinnteil zieht es rein, gehört aber eben dazu. Bis etwa Richtgeschwindigkeit hält sich auch der Auftrieb in vertretbaren Grenzen. Dafür gibt es mit großem Sichtfeld und viel Frischluft fast Jethelm-Feeling, ohne auf einen Kinnschutz zu verzichten. Einen Pluspunkt sammelt das veloursartige Innenfutter mit Anschmiegsamkeit und knackigem Sitz. Dazu ein cleverer Ansatz: Die Wangenpolster sind mit jeweils drei Klettverschlüssen befestigt. So kann man die Position noch ein kleines bisschen verändern. Dass die Anmutung in machen Details wie etwa den sichtbaren Kanten der Dekor-Aufkleber nicht ganz auf Premium-Niveau ist, scheint angesichts des Preisgefüges in diesem Helm-Segment verzeihlich – ein Bell Bullit etwa kostet schnell mal seine 500 Euro Die Schalen gibt es in den Größen XS bis XL in Schwarz-Matt oder einem Dekor in drei Farbvarianten für 189,95 bzw. 199,95 Euro.

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