Panamericana Teil 17: Canyon Road

Seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zogen Santa Fee und das eine Autostunde nordöstlich gelegene Taos, Künstler an. Maler ebenso wie Literaten und Bildhauer. Landleben und Landschaft inspirierten sie, etwa auf der Lawrence-Ranch. Der Adobe-Baustil prägt das Stadtbild Santa Fees: Aus rötlichem Ton und Stroh geformte Ziegel werden zu flachen eckigen Häusern zusammengesetzt.

In der Canyon Street reihen sich die Galerien aneinander. Einige der Gebäude sind 250 Jahre alt. Für US-Verhältnisse ist das Antik. Die Grenze von Kunst zu Kitsch ist fließend. Zwischen all den Pferdeköpfen, Nymphen und Prärielandschaften finden sich originelle Werke und bemerkenswerte Werkschauen von Künstlern aus aller Welt.

Die Kühle der Wüstennacht hängt noch in den schattigen Innenhöfen der Häuser. Die Teestuben und Cafés öffnen erst um zehn oder elf Uhr. Nur wenige der zwei Millionen Touristen, die jährlich nach Santa Fee kommen, sind zu dieser Zeit dort unterwegs. Und manche Galerie ist noch verschlossen, die Protagonisten noch nicht ganz wach. Kunstinteressierte nutzen die frühe Stunde. Zum vormittäglichen Dresscode gehören lange, zumeist graue, Haare unterm Cowboyhut. Zeit, die Exponate in Ruhe zu betrachten und ein intensiveres Gespräch mit den Galeristen zu führen.

von Hans-Jürgen Weigt

Die Reiseroute I: bis zur Winterpause

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