Nach rund 20 Jahren bringt die Wirtschaftskommission ECE eine neue Helmnorm auf den Weg. Was ändert sich mit der 22.06?

Um für europäische Straßen zugelassen zu sein, muss ein Motorradhelm bislang die UN-ECE- Verordnung Nr. 22 (Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa) in ihrer fünften Fassung erfüllen, die ECE 22.05. Diese Norm wird nun durch die ECE 22.06 ersetzt. Laut der europäischen Motorradfahrer-Vereini­gung FEMA stimmen die Verantwortlichen im Juni über die Verordnung und alle damit verbundenen Änderungen ab. Nach Inkrafttreten könnten Helme mit der alten ECE 22.05 noch für weitere drei Jahre in den Handel kommen.
Die sechste Überarbeitung der ECE-Norm bringt einige Änderungen mit sich. Bei der Prüfung werden etwa die Sonnenvisiere stärker unter die Lupe genommen. Der Prüfer darf die Aufprallpunkte frei wählen, etwaiges Zubehör muss für eine Typgenehmigung mitgecheckt werden – unter Berücksichtigung der Energieabsorption, scharfer Kanten und des Sichtfelds. Außerdem ist ein Beschuss­test fürs Visier Pflicht. Die Prüfer führen zudem eine Testmethode zur Messung der Rotationsbschleu­nigung ein, um die Belastung auf das Gehirn zu testen, wenn sich der Helm während eines Unfalls verdreht.

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