Finanzämter dürfen seit kurzem „bargeldintensive“ Betriebe ohne konkreten Verdacht oder vorherige Anmeldung in Form einer Kassennachschau prüfen. Als bargeldintensiv gilt ein Betrieb schon dann, wenn sein Barumsatz mehr als zehn Prozent vom Gesamtumsatz ausmacht.

Aber was darf der Prüfer eigentlich?

Ein Prüfer muss sich grundsätzlich ausweisen können, andernfalls darf man ihm die Kassenprüfung verwehren. Zudem muss er während der üblichen Geschäftszeiten kommen. Zudem darf er weder in Schubläden oder Schränke schauen, noch Akten und Dateien einsehen.
Jedoch muss ein mit der Kasse vertrauter Mitarbeiter dem Prüfer Zugang zu den Kassen und deren Aufzeichnungen gewähren
Die Kassennachschau selbst qualifiziert sich noch nicht als steuerstrafrechtliche Ermittlung. Fallen dem Prüfer aber Unstimmigkeiten auf, kann er eine Betriebsprüfung anordnen.

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