Ein Schnapsglas voll Kaffee, geht das? Ja, wie der CB50-Umbau von Gerd Bindl aus Bayern beweist.
Ich wollt schon immer mal einen Caferacer aufbauen“, erklärt Gerd Bindl stolz vor seinem Wuidara (Wilderer). Um anzufügen: „Bei meiner Premiere auf dem Ötztal Moped Marathon (ÖMM) habe ich es auf einer Ciao, die ich für einen Kasten Bier bekam, ganze fünf Kilometer, bis kurz hinter das Ortsschild von Sölden, geschafft.“ Dann gab die Italienerin auf. „Damit mir das nicht noch einmal passiert, habe ich nach etwas Zuverlässigem, einem Viertakter, Ausschau gehalten. So bin ich im Internet auf die CB 50 von Honda gestoßen“, erzählt Bindl. Ob bei der Suche oder beim Date mit der Lady, irgendwo sprang der Zündfunke über.

Zuerst reduzierte Gerd die Maschine auf das Wesentliche, nahm den Motor komplett auseinander und tauschte die Lager. Danach kam die Optik. Rahmen pulvern und den Tank innen und außen „neu“ aufbauen. Schließlich noch die Räder neu speichen. Beim Stöbern im Web stieß Gerd auf ein geeignetes Hinterteil. Etwas dranbasteln und der Caferacer war Realität. Fehlt noch ein wenig Weiß-Blau in Rautenform.

„Den Hirsch-Skull (Schädel) habe ich statt des klassischen Skulls als Bezug zu Bayern gewählt“. Tja und dann der Name: „Wuidara passt am besten zu dem kleinen Wolf im Schafspelz“ erklärt Gerd mit einem Augenzwinkern. Ob der einsame Wolf das „Record Race“ in der vorgegebenen Zeit schafft? Die 238 Kilometer, 5000 Höhenmeter und fünf Klimazonen beim ÖMM hat die taffe Lady in der bayrischen Tracht locker gemeistert.

 

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