Mit der sinnvoll renovierten Tracer 700 bringt Yamaha ein frisches Gesicht im Segment der Mittelklasse-Leichttourer. Wir freuen uns auf viele Kilometer ohne allzu viel Ballast.

Mit jungfräulichen 507 Kilometern auf der Uhr rollt die Tracer 700 am 29. April in den Motorradhangar der NEWS-Kolchose. Yamaha hat den Mittelklasse-Sporttourer für unseren Dauertest mit einem Koffersatz und Heizgriffen aufgewertet. Was vor allem unseren früher mal frostfesten Erik freut, dem mittlerweile aber die Schafskälte im Mai in die Finger fährt: „Ein sehr handliches, vollwertiges Motorrad mit erfreulich ausdrucksstarkem Twin. Gut: Heiz­griffe mit direkter Bedienung und erkennbarer Heizstufe. Schlecht: Selbst Stufe drei ist nicht wirklich heiß.“ Vor allem freut sich Frank: „Endlich ist sie da! Vor zwei Monaten, als die Welt noch gesund war, hatte ich mich auf Teneriffa schwer in den CP2 verliebt. Und jetzt der erste Ausritt, also das Wiedersehen nach dem heißen Urlaubsflirt. Alles funktioniert prächtig. Ein wirklich einwandfreies, funktionales Motorrad.“ Franks Freude währt nur kurz, denn schon hat Erik sich wieder den Zündschlüssel geschnappt. Der Praxisfuchs notiert ins Fahrten­buch: „Windschutz ist okay, die neckischen Handspoilerflügelchen funktionieren sogar und lenken den Fahrtwind ab. Hinten auf schlechten Strecken etwas holpriges Ansprechverhalten; dass der Dämpfer um­gelenkt angesteuert wird, merkt man nicht – wozu der Aufwand? Wie weit uns die serienmäßig aufgezogenen Michelin Pilot Road 4 tragen, hängt nun vor allem von höheren Mächten ab. Eigentlich wollten wir in diesem Jahr mit der Tracer 700 nicht nur quer durch Deutschland gondeln, sondern auch eine große Baltikums-Runde drehen sowie später dann Österreich und Kroatien unter die Räder nehmen. Schauen wir mal, was 2020 noch geht.

Teilen: