Ein Klapphelm ist Axel deutlich zu schwer, Gewicht für ihn bei Helmen das entscheidende Kriterium. Als leichtester Kandidat in unserem Jet-Vergleich aus NEWS 10/2019 ist der Scorpion Exo Belfast Carbon daher erste Wahl.

Vor dem Losfahren kommt das Aufsetzen. Obwohl mein generell mit der Größe M kompatibler Schädel von der Konstruktion eher schmal ist, muss er sich in den Scorpion hineinschlängeln. Aber sobald Kopf und Hut zueinander gefunden haben, ist die Passform perfekt. Der Helm sitzt stramm, ohne irgendwo zu drücken. Das selbst mit dicken Handschuhen leicht bedienbare Visier klappt bis auf die Nase herunter und schützt dann zumindest auf Naked Bikes die Augen gut vor Zugluft. Pech, wenn das Riechorgan besonders groß ist: Es gibt keine verstellbare Arretierung. Die Polsterung schließt selbst bei höheren Geschwindigkeiten zugdicht ab, ohne dass man sich beengt fühlt. Allerdings gestaltet sich das Einfädeln einer Brille je nach Bügelform schwierig – deshalb vor dem Kauf probieren.

Zur Ausstattung des insgesamt hochwertig verarbeiteten und empfehlenswerten Belfast Carbon gehören ein leicht bedienbarer Ratschenverschluss, eine Halteschale für Brillenriemen, Druckknöpfe für Schirm und mit Druckknöpfen befestigte Wangenpolster. Das Stirnpolster lässt sich nicht entfernen.

Die Nobelausführung des Belfast ist wie seine Fiberglas-Pendants in XS bis M und L bis XXL (zwei Schalengrößen) erhältlich. Neben der hier gezeigten Ausführung „Glossy“ mit schwarzem Interieur gibt es ihn in Mattschwarz mit beigebraunem Polster. Gewicht zirka 910 Gramm in Größe M, Preis ab 240 Euro, ein leicht oder stark getöntes Visier gibt es für 18, einen Helmschirm für 15 und eine Sonnenblende für 20 Euro.   

www.scorpionsports.eu/de

Was?
Ultraleichter Carbon-Jethelm

Für Wen?
Nacken-Schoner

Kostet?
ab 240 Euro

Teilen: