Na endlich: Sechs Jahre nach der ersten indischen KTM bekommt die 390 Duke eine Schwester im Reiseenduro-Kostüm. Doch Enttäuschungen scheinen vorprogrammiert.

Offroad-Abenteurer runzeln die Stirn: Mit Gussrädern im Format 19 Zoll vorn und 17 Zoll hinten richtet sich die bisher kleinste Adventure eher an Freunde befestigter Oberflächen. Hier dürften die in Zug- und Druckstufe einstellbare Gabel mit 170 Millimeter Federweg sowie das in Federbasis und Zugstufe justierbare Federbein mit 177 Millimeter Federweg bestens zurechtkommen. Auch 20 Zentimeter Bodenfreiheit reichen für gemäßigte Pistenetappen allemal.
Mit 44 PS leistet der bewährte 373-Kubik-Eintopf genauso viel wie im Straßenmodell, 14,5 Liter Tankinhalt dürften reisetaugliche Reichweiten garantieren, das TFT-Display kommt selbstverständlich inklusive Smartphone-Konnektivität. Kurven-ABS und schräglagenabhängige Traktionskontrolle gibt’s serienmäßig.
Die Träume kleiner Fahrer und Fahrerinnen scheint die KTM 390 Adventure allerdings nur bedingt zu erfüllen. Trotz der gemäßigten Fahrwerksdaten hebt der neue Rahmen die Sitzhöhe auf 855 Millimeter. Das ist noch ein bisschen höher als auf einer 790 Adventure. Mit ihrer Abenteuerausstattung wie Handprotektoren, Motorschutz und Halbverkleidung geht die vollgetankte KTM 390 Adventure knapp 170 Kilogramm schwer auf die Piste.

Technische Daten KTM 390 Adventure
Motor: Einzylinder-Viertakt, flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 6 Gänge, Kette
Hubraum: 372 cm3
Leistung: 32 kW (44 PS) bei 9000 U/min
Drehmoment: 37 Nm bei 7000 U/min
Assistenzsysteme: ABS, TCS, schräglagenabhängig
Federweg v/h: 170 / 177 mm
Bereifung v/h: 100/90-19 / 130/80-17
Sitzhöhe: 855 mm
Bremse v/h: 320-Millimeter-Scheibe, Vierkolben-Festsattel / 230-Millimeter-Scheibe, Zweikolben-Schwimmsattel
Umweltnorm: k.A.
Tankinhalt: 14,5 l
Trockengewicht: 158 kg
Preis:          k.A.

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