Fast unbemerkt, aber mit Sicherheit nicht leise, schlug man in Diedenbergen bei Frankfurt ein neues Kapitel im Motorradrennsport auf. Wir waren für euch beim ersten Flat-Track-Rennen „Krowdrace“ mit dabei.

Auf der Speedwaybahn des MSC Diedenbergen bei Hofheim am Taunus tobte mit dem „Krowdrace“ erstmals ein Flat-Track-Rennen durchs Oval. Hierzulande fast gänzlich unbekannt, haben Flat- beziehungsweise Dirt-Track-Rennen vor allem in den USA eine große Fangemeinde. Der Unterschied zum Speedway-Bahnsport sind die eingesetzten Motorräder. Im Speedway werden hochspezialisierte Zweiräder, meist Jawas, verwendet, die nur zwei Gänge und keine Bremsen haben. Im Gegensatz dazu werden beim Flat Track in der Regel relativ seriennahe Maschinen gefahren, die wegen teilweise vorhandener Bremsen und Federung eine andere Fahrweise erfordern. Gleich bei beiden Varianten sind die Rennstrecken – Ovalbahnen mit lockerem Belag – und der exzessive Einsatz von Drifttechniken. Der Clou beim Krowdrace: Mitmachen konnte jeder, ganz ohne vorgeschriebenen Rennuntersatz und Vereinsmeierei – dafür aber DMSB-sanktioniert und mit Versicherung für den Fall der Fälle. Mit Indian-Motorcycles hatte man sich zudem einen Partner ins Boot geholt, bei dem Flat Track bereits seit langem mit der Firmen-DNA verwoben ist. Insgesamt waren an beiden Veranstaltungstagen 70 Fahrer am Start, die in verschiedenen Klassen um den Sieg kämpften. Bei den Teilnehmern, bei denen viele Bekannte aus der Customzing- und Cafe-Racer-Szene zu finden waren, kam der Krowdrace auf jeden Fall gut an. Auch Indian-Motorcycles überzeugte die professionell aufgezogene Veranstaltung und man wird sich daher auch 2020 in der noch jungen Szene engagieren. Infos unter www.krowdrace.de.
Text & Fotos: Stefan Thiel
(www.twistingroads.de)

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