Kawasaki dreht offensichtlich für die kommende Saison richtig auf: Auf der Mailänder EICMA zeigen die Grünen gleich vier komplett neue Motorräder. Dabei greift Kawa ziemlich tief in die Trickkiste.

Kawasaki Z900 RS

Allen voran natürlich die beiden Retro-Versionen der 900er, die Kawasaki Z900 RS sowie die Z900 RS Café mit Lenkerverkleidung. Weil man den Tropfentank im Look der Z1 von 1972 in Szene wollte, wurde der Rahmen der Standard-Z so lange geändert, bis das ikonische 17-Liter-Spritfass perfekt saß. Dann schnitzte man Sitz und Bürzel. Das Cockpit mit Runduhren, Frontscheinwerfer und Rücklicht, der schicke Edelstahlendtopf, die feinspeichigen Aluräder, die Kühlrippen am Zylinderkopf, der Haltebügel am Soziussitz – ein Wahnsinn. Die Abstimmung soll übrigens etwas touristischer als bei der quirligen Z900 sein.

Kawasaki H2 SX

Außerdem ganz frisch an der Theke und noch nie dagewesen: Ein Sporttourer mit Kompressor, die exotische Kawasaki Ninja H2 SX. Der 256 Kilo schwere Sporttourer drückt 200 PS aus 1000 Kubik und basiert auf der H2-Baureihe, dürfte wegen zusätzlicher Koffer, erheblich größerer Reichweite und bequemer Sitzbank aber deutlich reisetauglicher sein. Außerdem stellte Kawasaki die bemerkenswerte SE-Version der H2 SX vor. Die verfügt zusätzlich über einen noch besseren Windschutz, ein Kurvenlicht und elektronische Gimmicks wie etwa eine Quickshifter samt Blipper. Und auch wenn die Verwandtschaft zur H2 deutlich zu erkennen ist, handelt es sich beim Sporttourer um ein größtenteils neu entwickeltes Motorrad.

Kawasaki Ninja400

Dazu kommt die neue Kawasaki Ninja 400, die sozusagen die Nachfolge der 300er antritt und eine komplette Neuentwicklung mit mehr Power und weniger Gewicht: Gegenüber der Vorgängerin Kawasaki Ninja 300 liefert die brandneue 400er rund 20 Prozent mehr Leistung und wiegt mit 164 Kilo vollgetankt erstaunliche zehn Kilo weniger als die Mutti. A2-gerechte 48 PS zaubert der komplett neu konstruierte Reihenzweizylinder auf die Rolle und liefert mehr Drehmoment. Er liegt damit deutlich über den Einzylindern des Platzhirsches aus Österreich. Die Höchstleistung liegt bei 10500 Touren an, die kleine Ninja ist damit ein waschechter Drehwurm. Aber trotz der motorischen Hightech und des an die H2 angelehnten Gitterrohrahmens, trotz der kernigen Optik und trotz des reißerischen Namens bleibt die Einstiegs-Ninja technisch insgesamt auf dem Boden.

 

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