Kante zeigen: Icon Variant Pro Rubatone

Reiseenduro-Helme gibt es massig. Der Icon Variant Pro profiliert sich im Genre mit verschärfter Optik, wertiger Verarbeitung – und vor allem mächtiger Belüftung.

Schwitzen, das mag man bei Icon offensichtlich gar nicht. Bereits der Sporthelm „Airframe“ konnte mit funktionaler Belüftung begeistern und taugt sogar auf der Renn­strecke als prima Sommermütze. Auch der Variant Pro, den wir in der mattschwarzen Version „Rubatone“ für 366,46 Euro testen, geht in die luftige Richtung. Es gibt zwei einstellbare Belüftungen am Oberkopf und eine am Kinnteil. Dazu zwei seitliche „Widerhaken“ hinter den Ohren, wel­che die Frischluft über Kanäle in die Innen­s­chale transportieren. Diese Kanten sehen fesch aus und funktionieren. Allerdings sehen wir an dieser Stelle ein Sicherheitsrisiko, falls sich beim Sturz dort etwas verhakt. Macht man die Schotten dicht, weht immer noch ein leichtes Lüftchen – für Wintertage ist das definitiv nichts. Die entnehmbare Innenausstattung trans­portiert Körpersäfte gut ab und fühlt sich sehr angenehm an, Wangenpolster gibt es in verschiedenen Dicken. Die Passform (Größen: XS bis 3XL) kommt ovalen Köpfen entgegen, der Variant fällt eher klein aus. Die Verarbeitung ist sehr wertig, der rot eloxierte Doppel-D-Ring-Verschluss sieht super-edel aus. Der Helm wiegt rund 1700 Gramm und ist dank Prüfung nach ECE, DOT und der japanischen PSC-Norm weltweit einsetzbar. Die Lautstärke geht bis Richtgeschwindigkeit in Ordnung, insgesamt zählt der Variant aber zu den Lauteren seiner Zunft. Und naturgemäß wehrt sich der Schirm gegen hohes Tempo, man richtet den Kopf auf der Autobahn deshalb automatisch im Fahrtwind aus. In der Praxis trübt sich unser verspiegeltes Visier (47,54 Euro) bei Herbstwetter ein, die FogFree-Beschichtung kann eben nicht zaubern. Mehr Durchsicht bei Mistwetter bietet da das klare Visier. Gut: Pin-Lock ist in Arbeit. Die Visiere lassen sich in 30 Sekunden wechseln und für die Crossbrille entnehmen. Für Schietwetter ist der Variant also weniger geeignet, aber die letzten Spätsommertage konnten wir dafür umso mehr genießen. Letztendlich ist er ein schicker, extrem luftiger Reiseenduro-Helm ohne viel Schnickschnack – der nächste Sommer kann kommen. www.partseurope.eu

Was? 

Sommerlicher Reiseenduro-Helm

Für wen? 

Hitzköpfe

Kostet? 

ab 366,46 Euro

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