Die Herausforderung richtet sich in diesem Fall speziell an die Road Glide, deren Shark-Nose-Verkleidung offensichtlich Modell für den Indian-Vorderbau stand. Im Mittelpunkt steht der neu entwickelte Power-Plus-Motor: Flüssigkeitsgekühlt, obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder und mit 11:1 hoch verdichtet. Das klingt nicht nach dem typischen Ami-V2. Der 60-Grad-V-Twin orientiert sich konstruktiv am 1133-Kubik-Antrieb der Scout, bietet aber mit 1769 Kubikzentimetern (108 Kubikzoll) deutlich mehr Hubraum.

“Power-Plus”-V2 mit 108 Kubikzoll

Indian verspricht 122 PS bei 5500 Umdrehungen und 178 Newtonmeter bereits bei 3800 Touren. Gefüttert wird der Koloss über 52-mm-Drosselklappen, es gibt drei Fahrmodi. Die Power wird an ein Sechsgang-Getriebe mit Overdrive weitergeleitet. Bislang hat das Power-Plus-Aggregat 1,6 Millionen Kilometer auf dem Prüfstand und 400000 Kilometer auf der Straße abgespult.
Auch beim Komfort schöpft Polaris aus dem Vollen: Tempomat, LED-Licht rundum und schlüssellose Zündung sind serienmäßig an Bord. Zudem ist eine Inertial Measurement Unit verbaut, die Sicherheitsfeatures wie Kurven-ABS und schräglagenabhängige Traktionskontrolle ermöglicht. Indian RideCommand liefert auf einem sieben Zoll großen Touchscreen alle Infos, die man haben möchte und noch ein paar mehr.
Mit Preisen und technischen Daten zu den beiden Modellvarianten “Limited” und “Dark Horse” hält sich Indian bisher noch bedeckt.

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