Trotz Corona wieder Freude am Fahren: Der AMC Stormarn veranstaltete Anfang August ein Training auf Pit- und Pocketbikes für den Nachwuchs. Wir waren dabei.

Von Wilfried Johst Fotos A. Kunath

Eigentlich sollten die Trainings zu Beginn der Saison starten. Aber Corona machte einen Strich durch die Rechnung und die Behörden mussten die Übungstermine stets verschieben. Bis Anfang August das Go kam und die Schleswig-Holsteiner loslegen durften. Zwar ohne Besucher und mit weniger Teilnehmern, dafür aber offiziell und mit tatkräftiger Unterstützung der Kartsparte des AMC Stormarn ging es auf den Asphalt-Parcours. Der auf dem Trave-Ring ansässige Verein bekam hierbei professionelle Unterstützung durch den Instruktor Jeffery Evans von der „F73 Academy“.

Bei Temperaturen von fast 35 Grad Celsius hatten die Teilnehmer im Alter von sechs bis 50 Jahren viel Spaß und konnten wertvolle Erfahrungen für den sicheren Umgang auf ihren Motorrädern machen. Beim Training wurden klassische Übungen mit modernen Techniken verknüpft. So konnten sich die Jungs und Mädels im Nachhinein ihr Training aus der Drohnenperspektive oder auch in Zeitrafferaufnahmen ansehen und Haltungsfehler schnell korrigieren.

Viele Fahrer nutzten den Trainingstag, um ihre Maschinen für das letzte Rennen in der Pitbike-Open-Challenge (POC) vorzubereiten. Das Abschlussrennen der verkürzten Saison startet am 5. und 6. September in Templin. Der AMC Stormarn freut sich, dass sich durch die engagierte Jugendarbeit starke Teams auf Pit-und Pocketbikes entwickelt haben, die in den verschiedenen Klassen der POC sehr erfolgreich unterwegs sind. Technische Unterstützung bekommt das Team auf den bundesdeutschen Rennstrecken durch die Firma Bikeroffice aus Bingen am Rhein.

„Gerade für Jugendliche sind die Pitbikes aufgrund ihres günstigen Einstiegpreises sehr beliebt, um den Motorsport kennenlernen zu können“, so Andre Kunath (0162/8261871). Dessen beiden Söhne Fynn (16 Jahre) in der Klasse Pitstock 140 und Torge (13 Jahre) in der Junior-Klasse auf IMR 140 erfolgreich sind. Und das obwohl sie erst seit einem Jahr dabei sind. Das liegt auch am Fahrzeug, wie Andre bestätigt: „IMR ist einer der führenden Hersteller bei den Pitbikes, die 140er von IMR ist aktuell die beliebteste Einsteiger und Schulungsmaschine“. Was heute Spaß und Sport ist, startete früher als praktisches Accessoire: Pitbikes sind aus den Zubringerfahrzeugen in den Boxengassen der großen Rennen entstanden, zunächst angefangen mit der Honda Dax oder Monkey. Gerade YouTube und Instagram sorgen für einen regelrechten Hype um die Maschinen mit bis zu 190 Kubik.

Im Grenzbereich: Torge auf seiner IMR 

Schnell ums Eck: Fynn fährt auf dem Pitbike hanging-off

Infos unter www.amc-stormarn.de und 04531/85411 sowie https://www.fifty-racing.de.

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