Wenn der Kölner Dom zur Intermot läutet, bebt am Rhein die Erde: 220 000 Besucher folgten Anfang Oktober dem Ruf zur größten deutschen Motorradmesse.

Von wegen Modellflaute wegen der bevorstehenden Euro 5- Norm: Zwar sparten viele Hersteller ihr Pulver für die Eicma in Mailand, Premieren gab es in Köln aber trotzdem: Mit Ninja 125, Z 125 und YZF-R 125 stellten Kawa und Yamaha der Weltöffentlichkeit gleich drei brandheiße Achtel­liter-Maschinen für den Zweirad- Nachwuchs vor. Und Suzuki zog mit der Katana einen richtig schicken Retro-Ableger der feinen GSX-S 1000 aus dem Hut. Da ist es kaum verwunderlich, dass der frische Wind doppelt so viele junge Leute anlockte wie vor zwei Jahren. Insgesamt blieb man mit rund 220 000 Besuchern auf dem Niveau von 2016.

Nach sechsjähriger Pause läutete am ersten Messetag der ökumenische MoGo die Messe ein. Knapp 400 Biker trafen sich zum Gottesdienst im Kölner Dom und tingelten anschließend im Korso quer durch die Stadt und in Richtung Messeparkplatz. Die Intermot war wieder ein Potpourri aus klassischen Ständen und Mitmach-Events. In Halle sieben beispielsweise stand die „Demo Area“ kräftig unter Strom. Dort durfte man Pedelecs und E-Bikes nach Herzenslust auf einem großen Indoor- und Outdoor-Parcours ausprobieren.

Ebenfalls mit von der Partie: Reich­lich Stuntshows vor den Hal­len, ein eigens eingerichteter Frauen-Treffpunkt oder ein Stand rund um das vernetzte Motorrad von morgen. Wer dort noch nicht zuckte, kam bei vielen Testfahr-Aktionen auf seine Kosten. Richtig viel Glück hatte der 21- jährige Niklas. In der „Garage Area“ in der Custom-Halle durfte der glückliche Gewinner aus dem Intermot-Gewinnspiel „Schrott wird flott“ mit professioneller Unterstützung aus einer angejahrten Honda CB 450 S und LSL-Zubehörteilen sein Traumbike kreieren – und behalten. Infos auf www.intermot.de.

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