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Im Frühjahr dürfen die ersten Autofahrer von der neuen A1-Regelung profitieren und ohne Prüfung Leichtkrafträder bewegen. Erwartet ihr Bewegung im Markt der 125er inklusive Roller und wie bereitet ihr euch darauf vor?

Reyk Garbe, seit 1999 Gründer, Inhaber und Geschäftsführer des Motorradshops Garbe in Ribnitz- Damgarten, ist Yamaha-Händler aus Leidenschaft. Seit Jahresfrist ist Garbe auch Niken-Testcenter. Volker Wahmkow besuchte ihn mit der Frage des Monats.

Reyk Garbe, Ribnitz- Damgarten: „Aus meiner Sicht eine sinnvolle und seit langem überfällige Entscheidung, denn warum soll bei uns nicht funktionieren, was anderswo schon länger Praxis ist. Hinzu kommen ein Mindestalter von 25 Jahren, fünf Jahre Fahrpraxis, nicht zu vergessen die obligatorische Fahrerschulung – damit sollten die Interessenten genügend Routine und Verantwortung im Straßenverkehr haben. Wie auch andere Hersteller verfügt Yamaha im A1 Segment über interessante Optionen, sowohl im Motorrad- als auch im Rollerbereich. Nachdem wir bereits einige konkrete Anfragen hatten, haben wir für kommende Saison etwas großzügiger geordert. Das betrifft Modelle wie die YZF-R125, MT125, XMAX 125 und den NMAX. Man hat also die Situation im Blick und wir als Händler die Möglichkeit, auch kurzfristige Bestellungen zu realisieren.“

www.motorradshop-garbe.de

Wer eine neue oder gebrauchte BMW oder einen Vertragspartner für Vespa, Piaggio, Aprilia und Moto Guzzi sucht, ist beim MCL Motorrad Center Lambert in Roetgen an der richtigen Adresse. Barbara Deymann stellte die Frage des Monats:
René Lambert, Roetgen: „Die neue Regelung ist bei uns bereits gut spürbar. Wir haben seit Bekanntgabe deutlich mehr erwachsene Interessenten, welche sich für ein 125er Leichtkraftrad oder einen 125er Roller interessieren.  Aufgrund der Neuregelung haben wir vorsorglich doppelt soviele Einheiten an 125ern in der Vororder als in den Jahren zuvor. So planen wir beispielsweise alleine an Aprilia SX, RX, RS und Tuono-Leichtkrafträdern mit über 80 Einheiten.
Auch im Roller-Bereich mit Vespa und Piaggio ist mit der neuen Regelung mit einem deutlichen Zuwachs zu rechnen. Charmant ist, dass sich über unser Vespa-125er Programm sehr viele Frauen informieren, um perspektivisch von der neuen Regelung profitieren zu können. Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet.“
www.motorrad.ac
Helmut Knatz gründete sein Geschäft 1976 in Pfungstadt. Helmut Knatz Erfolge in der deutschen Seriensport- und Enduro-Meisterschaft brachten dem Geschäft überregionale Bedeutung. Die Frage des Monats stellte Susanne Roth.
Helmut Knatz, Pfungstadt: „Die Regelung wird den 125er-Markt stark beeinflussen. Schon jetzt sind erhöhte Nachfragen und Verkäufe spürbar. Auch bisher unbedeutende Marken werden durch Verfügbarkeit profitieren. Besonders einfach beherrschbare und handliche Modelle sollten gefragt sein. Sicherheitsbekleidung von Kopf bis Fuß gilt als selbstverständlich, selbst auf kurzen Strecken. Das Angebot dazu gibt dem Handel einen zusätzlichen Impuls, ebenso wie geführte Touren oder ein Sicherheitstraining. Fahrlehrer und Händler sollten sich gemeinsam der Verantwortung bewusst sein und den Zweiradfahrern ohne Prüfung helfen.“
www.knatz-motorrad.de
Das zwischen Ingolstadt und Regensburg liegende Motorradhaus Schweiger gehört seit über 50 Jahren zu einer festen Adresse, wenn es um Honda und Yamaha geht. Inhaber Günter Schweiger mit seinen fünf Mitarbeitern hat immer ein offenes Ohr für alles, was Motorradfahrer bewegt. Die Frage des Monats stellte Franz Schroll.
Günter Schweiger, Neustadt: „Als die Regelung für die neue Fahrerlaubnis B196 durch den Bundesrat ging, bimmelten am nächsten Tag schon die Telefone bei den Händlern und Fahrschulen. Aus Sicht unserer Branche ist der Schritt der Bundesregierung zu begrüßen. Unter dem Sicherheitsaspekt muss der neue Fahrerlaubnis-Aspirant erstmal zur Fahrschule um dort sein Pflichtprogramm an Theorie und Praxis abzuspulen. Das begrüßen wir außerordentlich. Die Motivation, sich ein Leichtkraftrad oder einen Roller zuzulegen, ist groß. Die einen nutzen die Zweiräder, um zur Arbeit zu fahren oder als Pendlerfahrzeug zwischen Wohnung und Haltestation des ÖPNV. Andere nutzen es als Freizeitfahrzeug. Innerstädtisch können sie zur Entlastung des Verkehrs und der Parkplatznot beitragen. Die Motorradbranche darf auf neue Impulse hoffen. Natürlich ist auch nicht ausgeschlossen, dass der eine andere durch das Leichtkraftrad auf den Geschmack kommt und den „großen Motorradführerschein“ macht. Denn egal, ob kleines oder großes Bike, aus meiner Sicht gehört Motorradfahren zu den schönsten Erlebnissen, die man sich vorstellen kann und mit der neuen Fahrerlaubnis können viele neue Interessenten gewonnen werden.“

www.motorcyclefun.de

Seit bald 30 Jahren ist Norbert Voß mit seinem Geschäft Motodoc ein kompetenter Berater. Und das nicht nur rund ums Zweirad, sondern auch in Sachen Quad, ATV und Roller.  In seiner Werkstatt kümmert er sich um alle Marken und stellte sich der Frage des Monats von Birgit Dietrich.

Norbert Voß, Schwäbisch-Gmünd: „Die neue Regelung wird auf jeden Fall Bewegung in den Markt bringen und für gesteigerte Nachfrage sorgen. Allein im Januar gab es schon ein auffallend hohes Interesse an 125er Rollern und Motorrädern. Dass zum Führen der Maschinen Fahrstunden und Theorieunterricht erforderlich sind, ist zwar eine Hürde für viele, dennoch ist es ganz sinnvoll, da sicher etliche Fahranfänger auf zwei Rädern sind. Als autorisierter Vertragshändler unter anderem von Peugeot, Brixton, Benelli und KSR Moto haben wir ein vernünftiges Angebot an 125ern, das nahezu alle Kategorien von Retro bis sportlich oder komfortabel abdeckt.“
www.motodoc.online

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