Irgendwie ärgerlich, wenn das Reisemobil kein Werkzeugfach hat, dafür aber schwerpunktgünstig einen Riesenkanister für die Ansaugluft spazieren fährt. Ein selbstgebasteltes „Handschuhfach“ unter dem Sitz ist für viele KTM 690 SMC- und Enduro-Besitzer netter Neben­effekt radikalen Tunings inklusive Brüllrohr und Vollgas-Mapping. „Funktioniert auch problemlos mit der Serienabstimmung“, sagen die Prager Spezialisten von Rade/Garage über ihre professionelle Lösung. Der Umbau ist schnell erledigt: Airbox mit serienmäßigem Papierfilter raus, Kunststoffbox sowie den kleinen Luftfilterkasten samt Schaumstofffilter rein, fertig. Mit dem geölten Filter atmet die Kati nicht nur wüstenfest, sondern bunkert auch das ganz große Bordbesteck. Vom Steckschlüsselkasten über Luftpumpe, Montierhebel und Zangen passt alles plus Kleinzeug unter den Sitz. Und dem Motor gefällt’s auch. Subjektiv hängt der LC4 noch ein bisschen satter am Gas, Temperaturprobleme gab es auch bei 38 Grad nicht, und der Reiseverbrauch lag nach 3000 Kilometern knapp über vier Liter. Durch die exponierte Lage verdreckt das Filterelement zwar schneller, dank mitgeliefertem Ersatz ist der Wechsel aber in zwei Minuten erledigt. Bleibt als einziges Manko das Ansauggeräusch. Zwar lässt sich die KTM weiter sozialverträglich bewegen, bei voll aufgezogener Drosselklappe röhrt sie aber wie ein Rothirsch im Herbst. Da schimpft zumindest der TÜV. Aber selbst in Euro­pa gibt es ja noch Gegenden, wo der nichts zu melden hat. www.radegarage.com

Was? 

Stauraum-statt-Airbox-Umbau für KTM 690 SMC/Enduro

Für wen? 

Außerhalb der StVZO Reisende

Kostet? 

189 Euro

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