Thomas Müther vom ADAC

Presse-Mann Thomas Müther vom ADAC Nordrhein kümmert sich mit den jeweiligen Experten um diverse Themen in Sachen Mobilität.

Viele sind momentan verunsichert, wie sie ihren Fahrzeugverkauf am besten abwickeln sollen. Wer sein Motorrad verkauft und angemeldet übergibt, haftet nicht, wenn der Käufer anschließend einen Unfall verursacht. Darauf weisen die Verbraucherschützer des ADAC Nordrhein hin. Trotzdem ist man verpflichtet, Versicherung und Zulassungsstelle vom Verkauf zu unterrichten. Denn Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuer muss noch immer der eingetragene Halter bezahlen.

„Deshalb ist es grundsätzlich besser, das Kfz abgemeldet zu übergeben. Dies ist im Moment aber nicht so einfach möglich“, erklärt Rechtsexpertin Elke Hübner. Viele Zulassungsstellen haben aufgrund des Coronavirus geschlossen. Auch der Käufer hat demnach Probleme, das Fahrzeug abzumelden. Seit 2015 kann man zwar auch online abmelden, aber dafür müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein, wie beispielsweis einen Personalausweis mit eID-Onlinefunktion.

Damit Verkäufer, die ihr Motorrad momentan nur angemeldet übergeben können, nicht auf unbestimmte Zeit (bis zur Abmeldung durch den Käufer) auf den Kosten für Versicherung und Steuer sitzenbleiben, empfiehlt der ADAC Nordrhein, eine Kautionsvereinbarung. Darin wird vereinbart, dass das Fahrzeug bis zu einem bestimmten Tag vom Käufer abgemeldet werden soll. Für jeden Tag danach behält der Verkäufer einen Teil der zuvor erhaltenen Kaution ein. Der Betrag errechnet sich aus dem Versicherungsbeitrag/Tag plus der Kfz-Steuer/Tag. „Aktuell lässt sich schwer abschätzen, wann es mit der Fahrzeug-Abmeldung klappt. Die Kautionsvereinbarung ist für beide Seiten eine faire Lösung, denn Verkäufer und Käufer teilen sich die bis dahin entstehenden Kosten“, sagt Hübner. Eine kostenlose Mustervereinbarung können ADAC Mitglieder per Mail an verbraucherschutz@nrh.adac.de anfordern.

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