In diesem Jahr lud der MC Steglitz Mitte September zum 19.Classic-Offroad-Festival auf seinem Motocross-Gelände in Wietstock ein. Über 100 Aktive wirbelten bei trockenem Wetter in acht Klassen viel Staub auf.

Die Besucher des 19. Classic-Offroad-Festival in Wietstock mussten Mitte September viel Staub schlucken. Aber den eingefleischten Fans macht das nichts aus, ging es doch schließlich um Geländesport und da sollte man nicht im Sonntags-Zwirn auftauchen. Stark unterschiedliche Teilnehmerzahlen gab es in den einzelnen Klassen: So waren bei den „pre-65“, „pre-unit“, und „250 pre-75“ nur einstellige Starterzahlen gemeldet, weshalb diese drei Klassen gemeinsam starteten. Die Gespanne mit zwölf Startern und die schwere Klasse bis „650 pre-70“ mit drei Startern verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr steigende Beliebtheit. Am stärksten belegt war mit 20 Akteuren die Hobby-Klasse. Die „EVO“ brachte es auf 19 Starter und in der „Twinshock“ sowie der „XT“-Klasse standen 16 Mann am Startgatter. Auffällig war ein Zuwachs an DDR-Viertaktern vom Typ AWO MC.

Hochinteressant gestaltete sich der „Klassenkampf“ zwischen AWO und BSA bei den Vor-Sechzigern: Ganz vorn im Vergleichstest der Fahrtleiter und Aktive Jörg Niemeyer auf BSA Gold Star 500, gegen ihn ist über die Jahre kein Kraut gewachsen. Gefolgt von einem weiteren BSA-Reiter, Torsten Jarek, ein erfahrener Mann in allen Kategorien des Geländesports, dann die AWO-Equipe. Die größeren Erfahrungen der BSA-Ritter, waren nicht von der Hand zu weisen – da sei aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Dazu AWO-Treiber Alex Möser: „Ich konnte also noch auf die BSA Gold Star 350 aufschließen. In der zweiten Runde blieben Heiko und ich in der Startmaschine hängen und wir begannen die Jagd von ganz hinten. Es gelang mir sogar, die BSA zu überholen und ich konnte den in Führung liegenden Jörg Niemeyer bereits erkennen. Infolge einer Behinderung – drei Klassen zusammen – konnte Thorsten (BSA) die Situation für sich nutzen.“

Erbfeinde: Die AWO-Piloten lieferten sich erbitterte Duelle mit BSA-Fahrern.

Die MZ und CZ verhielten sich zahlenmäßig wie in den Vorjahren. Neben den zahlreichen Tschechenbikes fand das unschlagbare Gespann vom Team Simon/Adam im Stand wie im Kampf große Beachtung. Rund 25 Motorradmarken von AWO bis Yamaha machten aus dem Crossgelände ein Museum in Aktion. Weitgereist kamen Aktive aus Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen sowie aus Tschechien. Das gelungene Event rundete ein gutes Catering bei einem geselligem Abend unter den Klängen einer Liveband und Lagerfeuer ab. Und wer von den Runden beim Gleichmäßigkeitstest noch nicht genug hatte, konnte sich im freien Training am Sonntag noch einmal richtig austoben.

 

Text & Fotos: Lothar Schulze

Unschlagbar: Das Gespann des Teams Simon/Adam fand große Beachtung.

Das Classic-Offroad-Fest

Das erste Classic Offroad Festival startete der MC Steglitz im Jahr 1999 auf der Motocross-Strecke Wietstock bei Ludwigsfelde. Die Anfänge liegen aber noch weiter zurück. 1993 fand in Fürstenwalde/Spree durch Initiative von Jörg Niemeyer das erste Classic-Motocross gepaart mit Veteranentrials statt, denen weitere unter Teilnahme legendärer Fahrer aus dem In- und Ausland folgten. Als 1999 das erste Mal in Wietstock gefahren wurde, gab es zunächst mit 18 Aktiven einen Einbruch, das sollte sich in den Folgejahren rapide ändern.

Mehr Informationen findet ihr unter www.mcsteglitz.de oder www.singleandtwin.de