Wie können wir unseren Dauertester Suzuki GSX-R 1000 R in zehn Minuten aufhübschen? Ganz einfach: Den riesigen Endtopf gegen ein schlankes Röhrchen tauschen. Wegen der niedlichen Baugröße und der schicken Farbe haben wir uns für den MIVV GP Pro in geschwärztem Edelstahl entschieden. Kostet bei M-A-S Motorradzubehör 415 Euro und spart obendrein 500 Gramm Gewicht.

Der Anbau im Rahmen unseres Langzeittests der Suzuki GSX-R 1000 R dauert wie erwähnt keine Viertelstunde, die Passform ist erstklassig.

Dann der erste Druck aufs Knöpfen: Mit db-Killer und dem ab Werk zusätzlich eingesetzten Sieb klingt das Rohr unserer Suzuki GSX-R 1000 R bei niedrigen Drehzahlen bassiger, ohne beim Standgeräusch zuzulegen. Der Klang wird also tiefer, aber im Fahrbetrieb nicht wesentlich lauter.

Das ändert sich naturgemäß, wenn man erst das Sieb (minimal kerniger) und schließlich den db-Killer für die Rennstrecke entfernt: Mit diesem Donnergrollen darf und sollte man definitiv nicht auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Obwohl auch hier Auspuffklappe und Vorschalldämpfer einen letzten Rest von Schalldämpfung wahren, so extrem wie mit einer offenen Komplettanlage ist es nicht – ob dieser Sound auf der Rennstrecke erlaubt ist, muss man vor Ort herausfinden. Und für den Fall der Fälle auch zum Renntraining den db-Killer mitnehmen.

Kommen wir zum Power: Mit eingesetztem Sieb und db-Killer schluckt das Rohr elf PS gegenüber der Serientüte. Ist nur der db-Eater eingesetzt fehlen immer noch rund sechs Pferdchen. Entfernt man allerdings für den Rundkurs alle Korken, kann der MIVV sogar ein Plus von fast drei PS rausholen. Fazit: Der MIVV GP Pro Steel Black ist gut für die Optik, bringt einen etwas netteren Klang und ist nicht allzu teuer. Mehr Power gibt’s aber nur für die Rennstrecke.