Schnell auf der Hausstrecke oder schräg auf dem Kringel – aber bitte für kleines Geld! Das Angebot an nicht mehr ganz taufrischen Supersportlern unter 3000 Euro ist gewaltig. Wir haben uns auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen.

von Wulf Weis, Fotos Archiv

Okay, nagelneue Supersportler sind unangenehm teuer und verkaufen sich nur noch schleppend. Das aktuell günstigste Angebot dürfte die Suzuki GSX-R 750 zu 12 990 Euro plus Nebenkosten sein. Immer noch zu viel für die Portokasse? Eine Billiglösung muss her. Vor allem, wenn man ein Zweitbike nur für den gelegentli­chen Spaß auf der Renne sucht.

Setzen wir den Preishorizont auf 3000 Euro, kristallisieren sich auf den üblichen Verkaufs­plattformen vor allem Nippon-Brenner aus den frühen Nullerjahren heraus. Damals ver­kauften sich Supersportler noch sehr gut, ent­sprechend umfangreich sind heute die Gebrauchtbestände. Großer Vorteil: Diese Generation ist noch relativ frei von Elektronik, was dem Selbstschrauber das Leben vereinfacht.

Die meisten Maschinen entsprechen der Abgasnorm Euro 1 bis Euro 2 (1999 bis 2006), weshalb sie sich relativ einfach abstimmen und auch tunen lassen. Auf ABS müs­sen die Fahrer in dieser Preislage aber leider verzichten, im Supersport­bereich macht erst die Fireblade (SC59) anno 2009 den Blockierschutz salonfähig. Vorher hielten die „echten Racer“ es für Ehrensache, sich beim Bremsen – und Stürzen – nicht bevormunden zu lassen.

Beim Check eines gebrauchten Superbikes gilt es, möglichst viel über Vergangenheit und Vorbesitzer herauszufinden. Wurde die Maschine ausgiebig auf der Rennstrecke bewegt? Wie steht es mit Sturzspuren? Ein angerissener Lenkanschlag am Alurahmen hat manche TÜV-Vorführung platzen lassen.

In Sachen Laufleistung haben die 1000er Sportler durchaus Reserven, im reinen Straßen­betrieb kommen gut gewartete Maschinen locker auf 70 000 Kilometer. Die kleineren 600er werden heftiger gedroschen und müssen entsprechend härter arbeiten. Und speziell kleinere Motoren reagieren empfindlich auf verschleppte Ölwechsel und unterlassenes Warmfahren. Hier fällt es schwerer, ein Kilometerlimit zu setzen.

Rennstreckenbikes spielen dann noch mal in einer ganz anderen Liga, bei ihnen lassen sich praktisch gar keine Verschleiß-Marker festlegen. Auf alle Fälle sollte man auf den ersten 1000 Kilometern den Ölverbrauch des Motors penibel im Blick behalten. Das ist ein guter Indikator für den tatsäch­lichen Verschleißzustand des Aggregats.

Zweiter wichtiger Check­punkt sind Art und Umfang der vorgenommenen Umbauten. Alles legal und eingetragen? Wie laut ist der Auspuff? Und sind die abgebauten Originalteile noch vorhanden?

Zu guter Letzt sollte das vorhandene Budget immer noch für eine große Inspektion reichen: Ölwechsel, neue Reifen, Kettensatz, ein neues Federbein und zwei Bremsscheiben können zusammen locker nochmal 1500 Euro aus der Tasche ziehen – ohne Einbau. Denn auch bei knapper Kasse: Auf der Renne muss die Technik perfekt sein.

Aprilia RSV Mille R

Als einziger Nicht-Japaner schafft es die RSV Mille in unser Ranking. Aprilia startete den V2-Sportler in den späten 1990ern als direkten Angriff auf die Ducati-Meute, zu ihrer Zeit brillierte die Mille mit sehr fortschrittlicher Technik. Aktuell ist sich die Szene noch nicht sicher, ob die Mille das Zeug zum Klassiker und Sammlerstück hat, weshalb die Baujahre 1998 bis 2003 teilweise verblüffend günstig zu haben sind. Der von Rotax zugelieferte 60-Grad-V gilt als robust und langlebig. Berüchtigt ist die schwierige Ersatzteilversorgung für ältere Aprilias, das sollten Käufer besonders bei einem Unfallschaden beachten.

Technische Daten  (2000)

Motor: Zweizylinder-Viertakt-V, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 998 cm³
Leistung: 87 kW (118 PS) bei 9300 min-1
max. Drehmoment: 93 Nm bei 7300 min-1
Bereifung v/h: 120/65 ZR 17 / 180/55 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 216 kg
Testverbrauch: 6,5 l/100 km

 

 

+Bollernder Zweizylinder
+ Exklusivität

– schwierige Ersatzteilversorgung

Preise:

Neupreis 2008: 13696 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
Laufleistung 51190 km: 3840 Euro
Laufleistung 81190 km: 3200 Euro

Wer eine Aprilia RSV Mille R für unter 3000 Euro schnappen will, muss auf die frühen Baujahre zielen.

Honda CBR 600 RR

Mit der CBR 600 RR wagte Honda 2003 den Sprung vom Alltagssportler CBR 600 F zum echten Supersportler. Die piekfeine Verarbeitung und die grundsolide Motortechnik können sich heute noch sehen lassen, weshalb die CBRs auf dem Gebrauchtmarkt einen guten Ruf genießen. Ab Baujahr 2009 gab es die 600er auch mit ABS, diese Maschinen sind aber selten unter 4000 Euro zu bekommen. Die Ersatzteilversorgung ist gut, wobei neue Verkleidungsteile ein ziemliches Loch ins Budget reißen können. Die gediegene CBR 600 RR wurde auch gerne von Landstraßen-Genießern gekauft, guterhaltene Maschinen ohne Rennstreckenvergangenheit sind zu bevorzugen.

Technische Daten (2007)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 599 cm³
Leistung: 88 kW (120 PS) bei 13500 min-1
max. Drehmoment: 66 Nm bei 11250 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 180/55 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 192 kg
Testverbrauch: 5,2 l/100 km

 

+ solide Motoren
+ gutes Fahrwerk

– schwacher Durchzug

Preise:

Neupreis 2008: 10790 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 3390 Euro
Laufleistung 81190 km: 2825 Euro

2007 löste die PC 40 den Vorgänger PC 37 ab. Die älteren Modelle werden deutlich günstiger gehandelt.

Honda CBR 900 RR

Kaum eine Maschine hat die Geschichte und das Image des Honda-Konzerns so geprägt wie die Fireblade. 1992 kombinierte sie das Gewicht einer 750er mit der Fahrdynamik einer 1000er. Ein Erfolgsrezept, das sie bis 2004 einhielt, damals mutierte die SC57 dann tatsächlich zur Einliter-Maschine. Die ganz großen Rennerfolge blieben der Blade zwar verwehrt, doch auf Landstraße und Trackdays war sie immer ganz vorne dabei. Die ABS-Option war ab 2009 verfügbar, die ersten Maschinen dieses Typs sind bei Schwacke aber erst ab 4800 Euro gelistet. Der solide Werterhalt der Fireblade spiegelt die standfeste Technik von Hondas Supersport-Flaggschiff wieder. Wer ein wirklich gut erhaltenes Exemplar für unter 3000 Euro sucht, muss auf ältere Baujahre ausweichen.

Technische Daten (2002)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
0Hubraum: 954 cm³
Leistung: 110 kW (150 PS) bei 11300 min-1
max. Drehmoment: 104 Nm bei 9500 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 190/50 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 199 kg
Testverbrauch: 6,6 l/100 km

 

+ zuverlässige Technik
+ reichlich Drehmoment

 – häufig umgebaut

Preise:

Neupreis 2008: 13760 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 4740 Euro
Laufleistung 81190 km: 3950 Euro

Die Blade verkaufte sich seit 1992 blendet, entsprechend gut ist das Gebrauchtangebot quer durch die Baureihen.

Kawasaki ZX-6R

1995 brachte Kawasaki den ersten 600er Supersportler mit Alurahmen auf den Markt. Die ZX-6R war lange Jahre Kawasakis supersportliches Aushängeschild und errang auch in den Supersport-600-Rennserien sportlichen Lorbeer. In der Retrospektive fällt die etwas hektische Modellpolitik der Grünen in diesem Segment auf: Dekore, aber auch Technik änderten sich spätestens im Zwei-Jahres-Rhythmus. Welche Baujahre die beste Substanz für Hobbyrenner aufweisen, ist selbst unter den Fans der Baureihe umstritten. Eine guten Ruf genießen auf alle Fälle die Motoren, die abseits der Rennstrecke für lange Laufleistungen gut sind.

Technische Daten (2002)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 636 cm³
Leistung: 83 kW (113 PS) bei 12500 min-1
max. Drehmoment: 71 Nm bei 8900 min-1
Bereifung v/h: 120/65 ZR 17 / 180/55 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 201 kg
Testverbrauch: 6,7 l/100 km

 

+ sehr sportliches Konzept
+ zuverlässige Motoren

– häufig mit Rennstreckenvergangenheit

Preise:

Neupreis 2008: 10665 Euro
Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 3570 Euro
Laufleistung 81190 km: 2975 Euro

Die flinke Kawa ZX-6R hat sich über die Jahre als technisch robust und zuverlässig erwiesen. Exemplare aus den frühen Nullerjahren sind günstig zu haben.

Kawasaki ZX-9R/10R

Quasi als Antwort auf die erfolgreiche Honda Fireblade legte Kawasaki 1992 die erste ZX-9R auf Kiel. Allerdings blieben die Grünen eher dem Big Bike einer ZZR 1100 treu, weshalb die ersten Baureihen auf deutlich über 200 Kilo Leergewicht kamen. Auf der Renne waren die stämmigen Sportler dann aber durchaus schnell – vorausgesetzt, der Pilot brachte die entsprechende Physis mit. 2004 erfolgte die Ablösung durch die ZX-10R, die den vollen Liter Hubraum einschenkte und sich mit 184 PS sehr weit oben in der Nahrungskette platzieren konnte. Die ZX-10R war dann als Basis für den Superbike-Sport angelegt, entsprechend schlanker die Statur. Eine gut gepflegte Zehner unter 3000 Euro zu ergattern ist allerdings nicht ganz einfach.

Technische Daten (2002)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 899 cm³
Leistung: 105 kW (143 PS) bei 11000 min-1
max. Drehmoment: 100 Nm bei 9200 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 190/50 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 216 kg
Testverbrauch: 6,4 l/100 km

 

+ langlebige Technik

 – frühe Modelle eher pummelig

Preise:

Neupreis 2008: 13545 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 4260 Euro
Laufleistung 81190 km: 3550 Euro

Mit dem Modellwechsel 2004 von der ZX-9R zur ZX-10R fand die Baureihe endlich ihre Bestimmung als Racebike

Suzuki GSX-R 600 R

Sehr eng verwandt mit der GSX-R 750, markierte die GSX-R 600 seit dem Serienstart 1997 den wohl preisgünstigsten Einstieg in die Welt des Supersports. Vor allem junge Männer mit gewaltigen Ambitionen und weniger gewaltiger Brieftasche stellten die Kernkundschaft, entsprechend hart wurden die Maschinen oft rangenommen. Naturgemäß brauchen die kleinen Vierzylinder reichlich Drehzahl, um satten Druck zu produzieren, das geduldige Warmfahren nach dem morgendlichen Kaltstart ist deshalb häufiger zu kurz gekommen. Unterm Stich sind reichlich gebrauchte GSX-R 600 mit „schwieriger“ Vergangenheit auf dem Gebrauchtmarkt unterwegs.

Technische Daten (2006)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 599 cm³
Leistung: 92 kW (126 PS) bei 13500 min-1
max. Drehmoment: 70 Nm bei 11000 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 180/55 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 196 kg
Testverbrauch: 6,3 l/100 km

 

+ günstiges Preisniveau

 – schwacher Durchzug
 – viele verheizte Exemplare im Angebot

 

 

Preise:

Neupreis 2008: 10490 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 3510 Euro
Laufleistung 81190 km: 2925 Euro

Suzukis Einstieg in die Supersportklasse ist auf dem Gebrauchtmarkt gut vertreten, Spitzenexemplare sind aber rar.

Suzuki GSX-R 750 R

Die immer noch im Programm befindliche GSX-R 750 steht als letzter Vertreter für die glorreichen Zeit, als Vierzylinder-Superbikes noch mit 750 Kubik antraten. Konkret begann die Erfolgsstory 1985 mit den luft-/ölgekühlten Modellen, die aber auf dem Gebrauchtmarkt keine Rolle mehr spielen. 1996 kommt die Gixxer in der Neuzeit an, ein voluminöses Alu-Chassis stellt den Anschluss zur Konkurrenz her. Für Schnäppchenjäger sind die Baujahre 2002 bis 2008 besonders interessant, die Maschinen sind nur unwesentlich teurer im Handel als die erheblich durchzugsschwächeren 600er Schwestermodelle. Besonders Landstraßenfreunde können mit einer 750er entspannter angasen.

Technische Daten (2008)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 750 cm³
Leistung: 110 kW (150 PS) bei 13200 min-1
max. Drehmoment: 86 Nm bei 11200 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 180/55 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 199 kg
Testverbrauch: 5,9 l/100 km

 

+ ausgeglichener Motor

– häufig umgebaut

Preise:

Neupreis 2008: 11590 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 3900 Euro
Laufleistung 81190 km: 3250 Euro

Suzukis Superbike-Klassiker ist seit 32 Jahren im Programm und glänzt auch als Gebrauchte mit dem ausgewogensten Preis-Leistungs-Verhältnis aller Gixxer

Suzuki GSX-R 1000 R

Die Kilo-Gixxer hat einen Ruf als solides Männermotorrad. Ein ehrlicher Powersportler, der viel Druck mit möglichst wenig Peripherie kombiniert. Für den Gebrauchtkäufer gilt es herauszufinden, ob der Vorbesitzer ein Landstraßengourmet war oder ein häufiger Gast auf Trackdays. Weil der extrem kraftvolle Motor im öffentlichen Verkehrsraum kaum an seine Grenzen kommt, muss hier eine hohe Laufleistung nichts Schlimmes bedeuten. Das Angebot an jüngeren Gebrauchten bewegt sich allerdings oberhalb unseres 3000-Euro-Limits, die ersten Baujahre (2001 – 2006) sind aber mitunter für kleines Geld zu bekommen. Besonders gerne wurden die 1000er in Kundenhand „optimiert“. Da lohnt es sich, auf TÜV und noch vorhandene Originalteile zu achten.

Technische Daten (2005)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 999 cm³
Leistung: 131 kW (178 PS) bei 11000 min-1
max. Drehmoment: 118 Nm bei 9000 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 190/50 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 202 kg
Testverbrauch: 6,5 l/100 km

 

+ kraftvoller, langlebiger Motor

– hohes Preisniveau für gepflegte Exemplare

Preise:

Neupreis 2008: 13490 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 3990 Euro
Laufleistung 81190 km: 3325 Euro

Suzukis Superbike-Klassiker ist seit 32 Jahren im Programm und glänzt auch als Gebrauchte mit dem ausgewogensten Preis-Leistungs-Verhältnis aller Gixxer

Yamaha YZF R6

Von 1998 bis 2002 lief die R6 mit Vergasertechnik vom Band, der Anspruch war noch nicht so extrem gefasst wie bei den radikalen Supersportlern späterer Baujahre. Aus genau diesem Grund halten einige Landstraßenfreunde diesen frühen Modellen bis heute die Treue. Beim Generationswechsel 2006 purzelten weiter die Pfunde, die R6 mutierte zum Vollblutracer. Ähnlich der Suzuki GSX-R 600 war auch die R6 in den Nullerjahren ein beliebter Wetzhobel für jugendliche Heißsporne, was man vielen Gebrauchtangeboten auch durchaus ansehen kann. Interessenten können ein breites Angebot abchecken, Vorsicht ist bei nicht mehr ganz taufrischen Motoren angesagt.

Technische Daten (2005)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 999 cm³
Leistung: 131 kW (178 PS) bei 11000 min-1
max. Drehmoment: 118 Nm bei 9000 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 190/50 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 202 kg
Testverbrauch: 6,5 l/100 km

 

+ großes Gebrauchtangebot

– viele verheizte Exemplare im Angebot

Preise:

Neupreis 2008: 11750 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 3720 Euro
Laufleistung 81190 km: 3100 Euro

Gebrauchte R6 werden vergleichsweise hoch gehandelt. Wichtiger als die Laufleistung sind Pflegezustand und Klarheit über die Rennstreckenvergangenheit.

Yamaha YZF-R1

Yamahas Antwort auf die erfolgreiche Fireblade kam 1998 – und setzte einen dicken Paukenschlag im Sportsegment. Mehr Leistung und mehr Drehmoment brachte kein anderer Sportler auf den Rennstreckenasphalt. Damit genießen die ersten Baureihen bis 2001 fast schon Kultstatus, guterhaltene Exemplare im Originalzustand sind eigentlich zu schade für die harte Gangart. Die nachfolgenden Einspritzmodelle sind weniger kultig und werden häufig zu akzeptablen Preisen gehandelt. Regelmäßige Ölwechsel und sauberes Warmfahren vorausgesetzt, gelten die Motoren als sehr haltbar. Häufig wird von Problemen an der USD-Gabel berichtet, hier verlangen Simmerringe und Gabeltauchrohre nach einer genauen Überprüfung.

Technische Daten (2005)

Motor: Vierzylinder-Viertakt-Reihe, vier Ventile/Zyl., flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 999 cm³
Leistung: 126 kW (172 PS) bei 12500 min-1
max. Drehmoment: 107 Nm bei 10500 min-1
Bereifung v/h: 120/70 ZR 17 / 190/50 ZR 17
Gewicht vollgetankt: 195 kg
Testverbrauch: 6,7 l/100 km

 

+ Vergasermodelle genießen Kultstatus
+ akzeptables Preisniveau
+ haltbare Motoren

– Gabel und Federbein anfällig

Preise:

Neupreis 2008: 13750 Euro

Schwacke Preise für Baujahr 2008:
   Laufleistung 51190 km: 4434 Euro
Laufleistung 81190 km: 3650 Euro

Mit der YZF-R1 macht Yamaha Sportsfreunde seit 1998 glücklich. Frühe Vergasermodelle in Originalzustand (bis 2001) genießen Kultstatus.