Die Erfolgsstory der GS geht in eine neue Runde, denn nach zehn Jahren bekommen die F 700 und 800 GS mit F 750 und 850 GS modernere Nachfolgerinnen. Ein völlig neuer 853-Kubik-Twin, der statt des Blindpleuels der alten Modelle auf zwei Ausgleichswellen zur Vibrationskontrolle setzt, befeuert beide Schwestern, das Verwirrspiel um die Zahl auf dem Seitendeckel bleibt also. Neu ist der geschraubte Stahlrahmen, der den Tank jetzt klassisch hinter dem Lenkkopf spazieren trägt. Mit mehr Leistung, mehr Durchzug und weniger Verbrauch wollen die Geschwister Freunde finden. Die F 750 GS wendet sich mit Gussrädern, moderaten 77 PS bei 7500 U/min und nur 81 Millimetern Sitzhöhe an Citybiker. Wie gehabt gibt sich die 95 PS starke 850er mit 21er Vorderrad, einer Sitzhöhe von 86 Zentimetern und Federwegen von mehr als 200 Millimetern als deutlich abenteuerlicher aus, da dürfte die Africa Twin die Zielvorgaben geliefert haben. Beide Mittelklasse-GS dürfen aus einem umfangreichen Sonderausstattungs-Katalog wählen, selbst das schräglagenerkennende ABS Pro ist optional erhältlich, was in dieser Klasse Maßstäbe setzt.

An ganz andere Kundenkreise richtet sich die dritte Neuheit im 2018er Programm der Bayern: Die K 1600 Grand America ist ein Bagger in Fulldresser-Ausführung. Extra hohe Scheibe, ein Topcase mit Rückenlehne und die weit nach hinten reichende Verkleidung mit Luftleitelementen sprechen eine klare Sprache: Der Highway ist angepeilt. Dafür gibt es sogar einen eigenen Fahrmodus „Cruise“ mit besonders softer, komfortabler Dämpfung. Weil man in den USA eh nicht schnell fahren darf, ist die Grand America trotz des 160-PS-Sechszylinder-Kraftwerks auf 162 km/h limitiert.

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