Wie die „Mercury News“ am 23. Januar berichtete, verklagt ein Motorradfahrer General Motors auf Schadensersatz. Der Biker Oscar Nillson prallte in San Francisco Bay mit einem selbstständig fahrenden Chevrolet zusammen und stürzte. Der GM-Mitarbeiter an Bord des Vorserien-Chevrolets konnte nicht rechtzeitig eingreifen und den Unfall verhindern. Die Höhe der Schadensersatzforderung wurde nicht genannt.
Nilsson gab in seiner Klage an, dass er hinter dem Chevy fuhr, als dieser auf die linke Spur wechselte. Als Nilsson auf der rechten Spur überholen wollte, brach das Auto den Spurwechsel ab. Der Wagen zog wieder nach rechts und touchierte Nilssons Motorrad, woraufhin er stürzte.
Die Polizei bestätigte den abgebrochenen Spurwechsel, glaubt aber, dass die Fahrzeuge kollidierten, weil Nilsson zu früh zum Überholen angesetzt habe. Der GM-Mitarbeiter im Auto versuchte noch einen Zusammenstoß zu verhindern, konnte aber nicht schnell genug intervenieren.
GM bestätigte, dass das Auto einen Spurwechsel abgebrochen habe und gerade dabei gewesen sei, sich in seiner Spur neu zu zentrieren, als der Motorradfahren versuchte zwischen den Spuren in die Mittelspur zu fahren.
Die Schuldfrage muss nun ein Gericht klären. Zumal rechts überholen in Kalifornien zwar unüblich aber nicht verboten ist. Außerdem ist es erlaubt, zwischen den Spuren zu fahren.
GM könnte unabhängig vom Ausgang vor einem PR-Problem stehen. Der Konzern hatte erst am 12. Januar ein selbstfahrendes Auto ohne Pedale oder Lenkrad angekündigt.