Extrem kompakt kommt das jüngste Mororrad-Navi aus dem Hause Garmin daher. Und das, ohne dabei Abstriche am voll praxistauglichen 4,3-Zoll-Bildschirm zu machen. Damit empfiehlt sich der jüngste Zumo auch für enge Einbausituationen, etwa in Verkleidungen. Aber auch an eher zierlichen Motorrädern wie Yamaha MT-07 oder Ducati Hypermotard 939 macht der Zumo 396 einen schlanken Fuß. Mit 399 Euro steht der Neue preisgleich mit dem noch angebotenen Zumo 345, den er erwartungsgemäß mittelfristig ablösen wird. Auf einer 4000-Kilometer-Tour durch BeNeLux und Frankreich konnte der neue Zumo 396 durchweg überzeugen. Das Abfahren am PC vorbereiteter Routen gelingt mit ihm souverän. Die viel beworbenen Features „Kurvenrouting“ und „Rundstrecke planen“ erzeugen eher durchwachsene Ergebnisse, von echten Traumstrecken bis zu unsinnigen Ausflügen ins Neubaugebiet ist alles dabei. Wer seinen Kumpels als Tourguide imponieren möchte, sollte diese Funktionen mit Bedacht nutzen. Allerdings können es die Konkurrenz von TomTom oder diverse Smart­phone-Apps auch nicht besser. Ein praktisches Feature ist die Wlan-Schnittstelle, kostenlose Kartenupdates lassen sich ohne USB- Kabel aufspielen. Weniger schön, dass der Zumo 396 sich nicht mehr mit den Garmin-Reifendrucksensoren koppeln lässt. Auf dem Display wirken die Farben auf den ersten Blick etwas flau, dafür ist die Ablesbarkeit bei Sonne akzeptabel. Erst wenn sich das Zentralgestirn exakt auf der Scheibe spiegelt, ist Blindflug angesagt. Der Zumo 396 überzeugt mit kompakten Abmessungen und der bekannten Garmin-Kompetenz in Sachen Motorradpraxis. Beim Thema Vernetzung spielt das Gerät ebenfalls ganz vorne mit, die Koppelung ans Smartphone ermöglicht Wetter- und Verkehrsinfos in Echtzeit.

Was? 

Navi

Für wen? 

Tourenplaner und Touristen

Kostet? 

399 Euro

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