Schnell mal den Zylinderkopf überholen – ohne Schrauberbier kaum möglich, behauptet jedenfalls Motorrad-News-Kollege und Alteisenschrauber Till. Zu Überzeugungszwecken braute Till uns mit Hilfe eines Anfänger-Brausets ein Stout.

Umfüllstation: Der Ansatz wird auf zwei Chargen verteilt.

Falsch gemacht, Till: Den Überdruck hätte man erst ablassen sollen.

Schrauben ohne Bier, klar geht das, muss aber nicht sein. Und wer selber schraubt, kann ja auch selber brauen, oder? Das braufertige Paket von „Brau-Keggy“ (28,60 Euro) enthielt alle Zutaten inklusive Trockenhefe, Trichter, Stopfen, Anleitung sowie zwei Fünfliter-Partyfässchen. Till musste nur umrühren, den Sud auf beide Fässchen verteilen und das Ganze zehn Tage gären lassen.

Das mit der Anleitung hätte der Brau-Azubi ruhig ernster nehmen sollen, dann hätte er den Brau-Bottich nicht zu früh verschlossen, was wegen Überdruck beinahe zum Bier-Gau führte.

Das Ergebnis war ein durchaus vorzeigbares Black Porter mit etwa 4,5 Prozent Alkoholgehalt, das in Farbe und Geschmack an das bekannte Guinness erinnert. Wer mag, kann vor der Gärung auch noch Zutaten beigeben,die nicht dem Reinheitsgebot entsprechen, und somit das Ergebnis individualisieren. Braukeggy hat auch diverse andere Sets auf Lager. Unser Testbier schmeckte kräftig-malzig und so lecker, dass es leider nur eine halbe, abgefüllte Wasserflasche voll bis in die Redaktion geschafft hat – der Rest ging beim Vergasereinstellen drauf. Aber weil das Bier auf dem Hefe-Bodensatz steht, ist es eh nicht lange haltbar – kein Problem für unsere Testcrew. Prost!

Lecker: Das erste Selbstgebraute mundet dem Braumeister.