Was haben Steve McQueen, Che Guevara und Lawrence von Arabien gemeinsam? Richtig, schöne Wachsjacken aus Großbritannien. Die Marke gibt es noch, nur leider biestig teuer. Wer den Stil möchte, ohne sein Zweitmotorrad zu verscherbeln, kann bei Louis ins Regal greifen.

AJS Watson Wax Cotton heißt die Retro-Textiljacke aus dem Louis-Sortiment. Ein klangvoller angelsächsischer Name. Aber was liefern die Hamburger außerdem für 199,99 Euro? Nunja, erst einmal das, was drauf steht. Das Obermaterial besteht aus reiner Baumwolle. Die Naturfaser ist zusätzlich gewachst, um den Elementen zu trotzen. Nach alter Väter Sitte gibt es keine eingearbeitete Klimamembran. Man darf nicht erwarten, dass das vollkommen wasserdicht ist, die fettähnliche Substanz stößt das Gröbste aber ab. Die erste Schwachstelle zeigte sich nach einem guten halben Jahr täglichen Tragens in den Armbeugen. Dort schubberte sich der Wetterschutz logischerweise am schnellsten ab. Deshalb empfiehlt es sich, die Wachsschicht gelegentlich zu erneuern. Im Louis-Regal findet sich dazu ein Pflegeprodukt von Schweizer Effax. Der Tiegel mit 200 Millilitern kostet 14,99 Euro. Der Verzicht auf die wasserdichte Folienschicht macht sich spätestens im Sommer bezahlt. Ohne die Membran kann das Material erheblich mehr Feuchtigkeit nach außen entweichen lassen. Neben dem stilechten Äußeren mit rautenförmig abgesteppten Materialdopplungen und metallenen Reißverschlüssen kann auch das Innenleben Überzeugen. Das karierte Futter ist zeitlos schick, der Cord-Kragen angenehm weich. In die große Handytasche passen auch aktuelle Smartphones. Fährt man länger im Regen, sollte man das Telefon allerdings in den wasserdichten Einsatz der Napoleontasche umsiedeln. An Schultern und Ellbogen schützen SAS-Tec-Protektoren, den Rückenschoner gibt es für 23,99 Euro optional.

Zeitgemäß: Die Handytasche ist groß genug für moderne Smartphones

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