Früher war nicht alles besser. Nur weil ein Motorrad äußerlich auf Retro macht, will trotzdem niemand verstopfte Vergaser und ein Fahrwerk, das sich anfühlt, als würde man einen Storch über Wackelpudding jagen. AC Schnitzer treibt unserer Gummikuh- Erbin R nineT Scrambler mit der „Lightbomb“ schon mal das altmodische H4-Funzeln aus.

Der Scheinwerfereinsatz findet im Originalgehäuse Platz. Zum Einbau in den Lampenring sind Distanzstücke nötig. Das ist zwar nur eine Fingerübung, macht die Sache aber etwas fummelig. Abblend- und Fernlicht lassen sich per vorkonfek­tioniertem Stecker am Originalkabel­baum anschließen, ohne dass das Can-Bus-System eine Fehlermeldung ausspuckt. Einzig das Standlicht muss man anlöten. In anderthalb bis zwei Stunden geht der Anbau über die Bühne. Dank ECE- Zeichen fällt auch kein Besuch beim Prüfingenieur an. Schick schaut das Klarglasteil schon mal aus, auch wenn der Zy­klopen-Look vielleicht nicht jedermanns Sache ist.

Beim ersten Anknipsen zeigen sich weder Gelbstich noch ausfasernde Ränder sondern ein hellweißer Lichtkegel. Auch angenehm: Im Gegensatz zum Lämpchen mit doppeltem Glühfaden gibt es nicht entweder Abblend- oder Fernlicht: Auf Wunsch geht beides gleichzeitig, sodass der Bereich direkt vor dem Motorrad nicht im Dunkeln absäuft.

Exklusiv ist das Teil auch noch. Die Lightbomb gibt es nur für BMW-Heritage- Modelle. Thruxton, V7 und Konsorten bleiben vorerst im Dunkeln sitzen.

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