Ob die Welt darauf gewartet hat, ist mal total egal. Denn mit der Wiederauferstehung der Rocket 3 katapultiert Triumph ein Bike in den Fokus, das für hohen Blutdruck, schnellen Puls und flatternde Hosenbeine zuständig ist. Und die Briten haben noch mal richtig die Köpfe rauchen lassen, um das Urvieh nicht nur wieder auf die Straße zu bringen, sondern um nochmal die so schön weit aufgerissen Augen der Betrachter zu sehen – so wie 2004 bei der ersten Rocket-III-Präsentation.

Mit dem nun 2,5 Liter großen Dreizylinder baut Triumph den größten Serienmotor überhaupt. Gegenüber dem Vorgänger-Triple speckte man die Wuchtbrumme um satte 18 Kilos ab. Insgesamt sparte man 40 Kilogramm ein, doch mit rund 290 Kilogramm Trockengewicht wirken die Raketen nicht gerade unterversorgt. Doch bereits das Vorgänger-Modell verblüffte mit erstaunlicher Leichtfüßigkeit.Schon das Lesen der Daten braucht Mut:

221 Nm sollen bei 4000 Umdrehungen für den berüchtigten Schlag in die Magengrube sorgen, 167 Pferde bei 6000 U/min reichlich Staub aufwirbeln. Die Rocket kommt in den Varianten R und GT, die einen Hauch Touring-Charakter versprüht.In Sachen Technologie schenkte Triumph ebenfalls mächtig nach. Traktions-Kontrolle, Keyless-Go, Tempomat, Berganfahrhilfe, vier Fahrmodi und LED-Beleuchtung haben beispielsweise beide Modelle. Optional kann man auch die bisher nur von den Scrambler 1200-Modellen integrierte GoPro-Steuerung, Schaltassistenten und vieles mehr ordern.Preise bleibt uns Triumph leider noch schuldig, aber eins ist sicher, billig wird das nicht. Dafür bekommt man aber auch alles im Überfluss: Leistung, Gewicht, Hubraum und Anerkennung.

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