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Harte Hintern: 2200 Kilometer in 24 Stunden

Eisenhart: Die Truppe fuhr die äußersten Punkte Deutschlands ab, in 24 Stunden.In 24 Stunden legten Uwe Rabe, Daniel Mesken Andreas Falkner, Bernd Anker, Ferdi Schäpers und Martin Kellerhaus Mitte Juni auf ihren Motorrädern über 2200 Kilometer zurück und steuerten dabei den westlichsten, südlichsten, östlichsten und nördlichsten legal befahrbaren Punkt in Deutschland an.
„Das war aber knapp“ atmete Uwe um 5:35 Uhr richtig tief durch: Er hatte als Letzter der Sechsergruppe am Automat der Tankstelle in Niebüll unweit der dänischen Grenze getankt und sofort die aufgedruckte Zeit der Quittung verglichen mit der Quittung einer Tankstelle in Selfkant-Isenbruch an der holländischen Grenze. Da stand auch 5:35 Uhr, allerdings am Samstag, also auf die Minute genau 24 Stunden zuvor:
Unsere Tour nennt sich „SS 2.000K-4C“ und bedeutet „Saddle Sore“, Sattelschmerz mit mindestens 2000 Kilometern in 24 Stunden mit vier „Corners“, Ecken. Sie wird angeboten von der Ironbutt-Association Germany (IBA). Nach dem Treffen um drei Uhr am Autohof in Werne ging es Richtung Venlo und auf holländischer Seite zu einem Grenzstein bei Selfkant-Isenbruch. Dabei stellten wir fest, dass man bei vorgegebenen Koordinaten selbst die zweite und dritte Nachkommastelle nicht kürzen sollte – sonst kann es passieren, dass die Fahrt im Niemandsland endet. Als Nächstes hieß es Richtung Und wieder auf dem Hintern: Auch in den Pausen bleibt der Allerwerteste belastet.Süden über Ulm bis nach Kempten im Allgäu. Die erste Enttäuschung gab es als Uwe kleinlaut eingestand, dass er diesmal nicht seine berühmten, zu jeder Tour gehörenden Frikadellen gebraten hatte. In der Zwischenzeit übernahm Andreas mit seinem nagelneuen japanischen Express-Tourer die Führungsarbeit, so dass wir den zweiten Zielpunkt, eine Fahrverbotstafel an der Fellhornbahn im Stillachtal südlich von Oberstdorf, voll im Zeitplan erreichten. Wir gönnten uns einige verträumte Blicke auf die Berglandschaft, dachten kurz an die herrlichen, kurvenreichen Straßen in den Alpen, drehten dann aber um und fuhren zum nächsten Punkt – nach Osten zur deutsch-polnischen Grenze an der Neiße. Den versteckt unter einem großen Baum direkt an der Neiße liegenden östlichsten Punkt Deutschlands fanden wir mit Hilfe eines einheimischen Landwirtes und einiger Lauferei durch Felder und Wiesen. Wie an der Perlenkette aufgereiht, donnerten die sechs Maschinen danach mit 150 Sachen einsam durch die sternenklare Nacht Richtung Norden. Aber während die Fahrt den Motoren nichts ausmachte, setzte sie uns nun doch ziemlich zu. Die gepolsterten Radunterhosen erfüllten nach über 20 Stunden nur noch bedingt ihren Zweck, so dass wir die Eisenärsche gut zusammenkneifen mussten. Die Gedanken schweiften ab und trafen sich immer häufiger bei der Frage nach dem Sinn der ganzen Quälerei. Der absolute Tiefpunkt war der Tankstopp um 2:45 Uhr im strömenden Regen an der menschenleeren Tankstelle in Schackendorf an der A21. Die junge Kassiererin am Nachtschalter war spürbar erleichtert, dass sie die sechs „Zombies“ nicht in den Raum lassen musste. Als dann Andreas kurzzeitig in Unterhose an seiner Maschine stand, hatte die Frau mit Sicherheit den Finger bereits auf dem Alarmknopf – dabei wollte er sich lediglich eine Innenhose in seine Motorradhose ziehen. Am Deutsch-Dänischen Grenzstein im Naturschutzgebiet Rickelbüller Koog im nördlichsten Zipfel Deutschlands erlebten wir um 5:00 Uhr einen herrlichen, idyllischen Sonnenaufgang. Als dann die Tankstelle in Niebüll nur einen umständlich zu bedienenden Kartenautomaten hatte, kam zum ersten Mal etwas Hektik auf. Letztlich schafften wir es aber auf die Minute genau, eine Punktlandung. Dieser Ride ist bei über 1100 Eintragungen in der Hall of Fame der IBA Germany erst 19 mal beurkundet worden und noch nie für eine ganze Gruppe – und vor allem haben wir die eigenen Grenzen ein ganzes Stück verschoben.
Text & Fotos: Daniel Mesken

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