Nach beeindruckenden 12 000 Kilometern ist der Bridgestone BT-023 unserer Dauertest-Versys endgültig reif für die Tonne. Nun muss Michelins brandneuer Tourensportler Pilot Road 3 ran. Der Clou am Franzosen-Gummi: Er soll den Pilot Road 2 in allen wesentlichen Disziplinen übertreffen und eine fette Portion Nassgrip obendrauf packen.
Dass dieser Pneu anders ist, sieht man auf den ersten Blick. Die „XST“ getaufte Lamellentechnologie gibt dem PR 3 einen ganz eigenen Look. Die feinen Profilrillen sollen die Ableitung des Wassers erleichtern. Und wie gehabt kommen vorne und hinten je zwei verschiedene Gummimischungen zum Einsatz: Eine härtere in der Reifenmitte für hohe Laufleistung, weicheres Material an der Reifenschulter für mehr Grip in Schräglage.
Ab dem ersten Meter läuft der schwarze Franzose sicher und leichtfüßig. Handling und Haftung sind knackig, die Aufwärmphase ist kurz. Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage oder Pendelneigung können wir bei unserer Versys nicht feststellen. Die Reifen rollen sehr komfortabel ab, speziell der vordere Pneu wirkt soft.
Dann die erste Regenfahrt. Auf der Bremse ist der Franzose enorm griffig. Das Grip-Limit in Schräglage ist auf öffentlichen Straßen nicht auszuloten und die Präzision astrein. Je glitschiger der Untergrund, desto auffälliger die neu gewonnene Haftung. Jetzt geht’s erstmal ans Kilometerfressen – mehr Neuigkeiten vom PR3 gibt’s in einer der nächsten Ausgaben von MOTORRAD NEWS.
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