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Goldrausch: Probefahrt mit elektrisch verstellbarem Öhlins-Fahrwerk

GS-Fahrer aufgepasst: Eine Probefahrt mit dem elektrisch verstellbaren Öhlins-Fahrwerk kann euren Kontostand gefährden! Motorrad.net erlag dem Goldrausch auf den Nebenstraßen rund um den Nürburgring.

Angeblich bestellen rund 80 Prozent aller Käufer ihre R 1200 GS inklusive Electronic Suspension Adjustment, kurz ESA. Aus gutem Grund, denn die Einstellung von Federbasis und Zugstufendämpfung auf Knopfdruck macht es unglaub­lich leicht, das Potenzial des Serien­fahrwerks tatsächlich zu nutzen. Das System funktioniert hervorragend.

Entsprechend skeptisch schaue ich auf die goldeloxierten Bauteile. Klar, die sehen wieder so edel aus, dass Öhlins sie eigentlich in Schatullen liefern müsste. „Unter 3000 Euro“ soll alles zusammen kosten. Zwei TTX-Federbeine inklusive Aus­gleichsbehälter, ein Hydraulikelement, Steuergerät plus separater Kabelbaum, der das System an das  BMW-ESA koppelt und des­sen Bedien- und Anzeigeelemente entert. Alles zusammen soll ein Pfund weniger wiegen als die Serienteile.

Mitverantwortlich dafür dürfte der Verzicht auf einen Hydraulikmotor für die vordere Federbasis sein. Die wird auch beim Original-ESA nur im harten Geländemodus bewegt – ein Spezialeinsatz, bei dem die Schweden die Nutzung eines Hakenschlüssels am gut erreichbaren Frontfederbein sinnvoller finden. Durch fünf Steue­rungskanäle kann das Öhlins-System dafür nicht nur Druck- und Zugstufe justieren, sondern ist im Prinzip auf die Betreuung eines elektroni­schen Lenkungsdämpfers vorbereitet.

Die Bedienung entspricht der Se­rie, neben der Wahl der Beladung kann der Daumen zwischen den Dämpfungsprogrammen „Comfort“, „Normal“ oder „Sport“ wählen. Mit zwei Besonderheiten: Im Sportmodus hebt Öhlins auch die Federbasis hinten an. Und der Komfortmodus kann viel mehr als bloß gemütlich sein: Damit die Gemütlichkeit nicht ins Schlingern gerät, dreht die Elektronik bei Tempo 80 die Dämp­fung auf „Normal“-, bei 120 km/h auf „Sport“-Niveau. Bei sinkender Geschwindigkeit lässt die Härte wieder nach. 

Damit bringt Öhlins Blümchenpflücken und Superbikejagen so perfekt unter einen Hut, dass das „Comfort“-Programm für die meis­ten Zwecke passt. Wer mehr will, kann die Dämpfungs-Modi in jedem Öhlins-Service-Center individualisieren lassen. Hier kümmert man sich auch um Wartung der Federbeine, die sich im Gegensatz zum Original auch nach der sechsjähri­gen Garantie noch reparieren lassen. Auf lange Sicht könnte sich die Inves­tition gegen das Tausch-Fahrwerk also auch finanziell rechnen. 

Das sollte sich jeder GS-Fahrer aber besser vor der Probefahrt ausrechnen. Denn nach ein paar schnellen Stun­den mit den fein ansprechenden, perfekt justierten Öhlins-Elementen kommt einem die Serien-BMW mit einem Mal fast bockig vor. Der Unterschied zwischen gutem und exzellentem Fahrwerk dürfte ab Früh­jahr 2012 manchen GS-Fahrer ins Grübeln bringen. 
 

 
www.öhlins.com.    

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