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Vergleichstest: Harley Wide Glide, Triumph Thunderbird ABS, Victory Hammer

Einst waren Cruiser mit rund eineinhalb Litern Hubraum die Krönung der Lässigkeit. Heute stehen sie im Schatten von Kingsize-Cruisern wie Kawasaki VN 2000 und Triumph Rocket III. Lohnt sich ein kleines bisschen Bescheidenheit?

Ich war zarte 16 Jahre alt, als ich das erste Mal eine Harley Wide Glide live und in Farbe zu sehen bekam. Es war im Familienurlaub in Südfrankreich, auf der legendären Bergstrecke runter ins Fürstentum Monaco. Unsere behäbige Familienkutsche schaukelte ächzend durch die Serpentinen. Mutter erzählte ergriffen, dass gar nicht weit von hier Fürstin Gracia Patri cia vor fast einem Jahr ihren tödlichen Unfall hatte, als ein donnernder Motorenschlag alles übertönte. Eine echte Harley, damals noch eine Seltenheit im Straßenbild, bollerte mit sorgsam leergeräumten Töpfen an uns vorbei. Dass es eine Wide Glide war, konnte ich am charakteristischen Flammendekor am Tank erkennen. Und auf dem Motorrad saß ein braungebrannter Schönling, der mühelos alle Klischees eines monegassischen Playboys erfüllte: Kein Helm, riesige Sonnenbrille im Gesicht, fetter Goldschmuck, halblange Föhnwelle, weiße Slipper und offenes Rüschenhemd. Meine Eltern schimpften mit 100 Dezibel über den viel zu lauten Verkehrsrüpel und seine Knatterbüchse. Ich war schwer beeindruckt. Genau diese Erinnerung schießt mir 27 Jahre später durch den Kopf, als ich in der E-Mail die Bestätigung finde, dass die neue Wide Glide zum Test abgeholt werden kann.

Die Enttäuschung kommt wenig später: Das Flammendekor am Tank fehlt. Ist nämlich inzwischen aufpreispflichtiges Extra. Finde ich scha de, denn dieses Dekor gehört zur Wide Glide wie der Reifen auf die Felge. Schließlich hätte ich das Bike damals ohne Flammen gar nicht erkannt. Aber ich soll noch mein Flammendekor bekommen. Zwar nicht von der großen Mutter Harley-Davidson, aber von Victory. Die Hammer S schmückt sich von vorn bis hinten mit blauen Flammen auf neon grünem Grund. Ist freilich auch aufpreispflichtig. Und sieht weder klassisch noch nostalgisch aus, sondern eher modern und frisch. Klar, die Firmengeschichte des jungen US-Herstellers begann erst 1997 als Tochtergründung des Polaris Konzerns. Also fast 30 Jahre, nachdem der Kultfilm Easy Rider die Renaissance des Motorrades und des Choppers im Besonderen einläutete. Im Gegensatz zu Harley kann Victory also nicht an die Kindheitserinnerungen seiner Kunden appellieren und auch die stilistische Besinnung auf die goldenen Nachkriegsjahre bleibt der Kultschmiede in Milwaukee vorbehalten. Weshalb Victory einen Schritt weiter geht und sich dort Anregungen holt, wo die besonders angefressenen Harley-Kunden ihre Maschinen aufpimpen lassen: in der bunten US-Custom-Szene...

Der vollständige Artikel ist in der MOTORRAD NEWS 03/2010 erschienen.

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