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Test: Conti TKC 70 – neuer Reifen für neue Abenteuer?

Schottern in Wales: Contis neuer TKC 70 im KieseltestContis frisch gebackener TKC 70 verspricht Laufleistung, Straßenperformance und Geländegrip im kernigen Abenteurer-Dress. Wir rubbelten mit ihm über Waliser Pisten.
 
Mittwochmorgen, neun Uhr in Wales. 30 aktuelle Riesenreiseenduros parken vor der Miss-Marple-Kulisse des altehrwürdi­gen Lake-Vrynwy-Hotels und zeigen, dass auch leistungsgierige Fachjournalisten Respekt vor der anstehenden Offroad-Testtour haben.
Keine sanftmütige Suzuki V-Strom 1000, an der noch kein Helm als Zei­chen der Reservierung befestigt ist. Die Standard-GS? Fast ausgebucht. Auch an GS Adventure und Yamaha Super Ténéré bommeln einige Helme. Nur Triumph Explorer und Honda Crosstourer, bei der gestrigen Straßenrunde noch gut im Rennen, fin­den heute offenbar keine Liebhaber. 
 
Profil für 10000 Kilometer
Gleichberechtigung gibt es nur bei der Reifenwahl. Schließlich sind wir hier, um Contis neuem Grenzgänger-Gummi auf die Karkasse zu fühlen. TKC 70 heißt das neue Mitglied der Korbacher Reiseenduro-Familie, das mit dem straßensportlichen TrailAttack2 als „Mutter“ und dem stoppelbärtigen TKC 80 als „Vater“ auf ein sehr respektables Elternhaus verweisen kann, das auch weiterhin im Programm ist.
Wobei vor allem die Mutter wich­tige Gene weitergereicht hat. Von ihr erbte der neue Siebziger Karkass-Auf­bau und Mischung. Anders gesagt: Vorzügliche Stabilität, reichlich Haf­tung auf nassem und trockenem As­phalt und ordentliche Laufleis­tung. Für 10 000 Kilometer soll es reichen.
Vater TKC 80 dagegen legte vor allem einen Schuss raubeinige Lebensfreude in die Wiege. Neben dem kernig offenen Profil mit guter Was­ser- und Schmodderverdrängung sowie einer erleichterten Selbstrei­nigung brachte der klassische Grob­stoller vor allem sein Know-how ein, wie man Blockprofil mit Stabilität und Abrollkomfort kombiniert.
Wobei der Frischling natürlich sanftmütiger antreten kann. Mit sei­nem durchgehenden Mittelstreifen am Hinterrad und dem gemäßig­ten Negativ-Anteil lässt sich der TKC 70 auf der Straße kaum von einem rei­nen Onroad-Reifen unterscheiden.
 
Geschwindigkeitsindex V
Bei der gestrigen Straßentour über mit Rollsplit und Schafskacke garnierte Landstraßen gaben weder Lenk­präzision, Kurvenstabilität oder Geradeauslauf Grund zum Herum­nörgeln. Und dass, obwohl Tourguide Graham das Waliser Speedlimit sehr großzügig zugunsten echter Testbedingungen interpretierte. Das darf zumindest den Conti-Frischling nicht kümmern, denn in den Großenduro-Dimensionen 110/150 und 120/170 wird er mit dem Speed- Index „V“ ausgeliefert, soll also locker Tempo 240 verkraften.
Wie gut der TKC 70 auf Asphalt funktioniert, zeigte auch der Motor­radwechsel von der Super Ténéré auf die R 1200 GS. Ein spürbar erhöhter Rollwiderstand ließ mich zuerst an schleifende Bremsen den­ken. Und reichte zuvor noch ein Gas­stoß, um nasse Kuppen mit gelupftem Vorder­rad zu queren, keilte die GS bei abgeschalteter Traktionskontrolle nun wütend aus.
 
Keine Verwechslungsgefahr mit TKC 80
Erst bei der nächs­ten Pinkelpause entdeckte ich, dass ich in der Wechselzone versehentlich ein Begleit-Motorrad mit TKC-80-Berei­fung erwischt hatte. Und bei allen unbestreitbaren Qualitäten des robusten Klassikers landet er gegen den Sieb­ziger auf zivilisiertem Untergrund keinen Stich.
Hier spielt sich bekanntlich der Großteil eines GS-Lebens ab. Nach Conti-Erhebungen steuert nicht einmal jeder zwan­zigste Fahrer seine Riesenenduro freiwillig ins Gestrüpp. Wie wacker sich der TKC 70 hier wirklich schlägt, lässt sich auf einer Testrunde auf überwiegend sanft geschotterten Pisten schwerlich beurteilen, zumal die Testmotorräder durchweg mit vollem Luftdruck unterwegs waren. Solange es nicht ins Rallyemäßige oder Sportenduristische abdriftet, ist der TKC 70 auch offroad ein guter Kumpel. Auf jeden Fall geht mehr, als viele der weniger offroad- verliebten Kollegen noch am Morgen befürchtet haben.
 
TKC 70 auf der V-Strom - im Schlamm kommt er an seine Grenzen
Kollege Ali meistert sogar den stei­len Trampelpfad zum Hotel – mit Conti-Marketingfrau Christina Kurl­baum auf dem Sozius. Respekt! Ich selbst tappe beim Versuch, es ihm nachzutun, mitten in eine schlammige Passage und schaffe es bis fünf Meter unter den Hotel-Parkplatz. Mitten in den Rhododendronbü­schen ist die Traktion plötzlich futsch und ich muss den Hang ein ganzes Stück rückwärts herunterrutschen. Irgendwann stößt der TKC 70 halt auch auf einer V-Strom an seine Grenzen.
 
Ab sofort zu haben, Diagonalreifen erst im Frühling
Hängt vielleicht auch ein Stück vom Fahrer ab. Wer es selbst ausprobieren will, muss noch etwas warten: Als Radialreifen ist der TKC 70 ab Oktober zu haben, die Diagional-Ausführungen kommen im Frühling 2015 in den Handel. Die Preise sollen auf dem Niveau des TrailAttack2 liegen.
 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.3 (40 Bewertungen)

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