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Passione Ducati: Geschichte mit roter Brille

Rennsport-Geschichte: Den Besuchern bot sich reichlich historisches Material.Audi kann auch Zweirad - zumindest indirekt über die Bikes von Ducati. Seit 2012 gehören die Roten zu den vier Ringen. Zum fünfjährigen stellten die Autobauer eine Sonderausstellung im firmeneigenen Museum in Ingolstadt zusammen.

Viele Autofahrer haben auch ein Motorrad – und viele Autohersteller gönnen sich eine Zweiradmarke: AMG, der Haustuner von Mercedes, beteiligt sich bei MV Agusta und Audi kaufte sich 2012 Ducati. Passend zum fünfjährigen Jubiläum stellten die Ingolstädter bis Ende April 53 Modelle aus Bologna aus. Sogar die Vorgeschichte fand Platz – die Roten Da stimmt doch was nicht: Nicht jede Duc hat einen V-Twin.begannen mit der Produktion von Filmprojektoren, Radios und Rasierern. In mehreren Kreisen konnten die Besucher die Entwicklung nachvollziehen. Angefangen von Fahrrädern mit Hilfsmotor über den Ducati Cruiser, einen Viertakt-Roller von 1952, entfaltete die Ausstellung das gesamte Programm der Roten. Auch den historischen Vorgänger der aktuellen Scrambler bestaunten die Besucher ausgiebig. Und Besucher gab es einige: Wenige Tage vor Schließung der Sonderausstellung waren es über 40000. Die erkundeten per Führung oder auf eigene Faust die Firmenhistorie. Besondere Aufmerksamkeit schenkten sie einer 175er von 1956 mit der Giorgio Monetti die Welt bereiste. Weil unrestauriert strahlte sie mit ihrer Patina und unzähligen Aufklebern und Beschriftungen einen besondere Privatsammler: Ludwig Danter hat sich den roten Schönheiten verschrieben, er besitzt selbst neun Stück.Aura aus, gerade weil nur wenige Meter weiter MotoGP-Prototypen mit Leichtbau und immensen Leistungswerten protzten. In der Mitte spannte eine futuristische Plastik den Bogen zu den historischen Anfängen. Ganz modern sammelten besonders wissensdurstige Besucher an Tablets weitere Infos zu den Bikes oder schauten Videos. An Einzelnen Motoren, zum Teil als Schnittmuster, nahmen die Gäste ganz aus der Nähe die Ducati-Eigenheiten unter die Lupe. Auf einem Podest zug der legendäre Apollo-Vierzylinder von 1963 alle Blicke auf sich. Er nahm die später charakteristische 90-Grad-Anordnung vorweg.
Auch nach Abschluss der Sonderschau lohnt sich ein Besuch in Ingolstadt: Neben den Automobilen zeigen die Offen gelegt: Die Königswellen-Einzylinder gewähren wortwörtlich tiefe Einblicke.Aussteller Motorräder von DKW und Wanderer, darunter auch Exoten wie Sitzroller und Stücke aus der Anfangszeit des Motorrads mit Leder-Keilriemen als Endantrieb.

Pressesprecher des Audi-Museum-Mobile Stefan Felber ließ die Ausstellung gemeinsam mit Motorrad-Szene Revue passieren.

MotorradSzene: Wie war der Eindruck der Besucher?
Stefan Felber,Pressesprecher des Audi-Museum-Mobile: Wir haben durchwegs nur positive Resonanz bekommen und dies obwohl das Thema Motorrad ja nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist. Viele scheuen sich vor der Techniklastigkeit und glauben, dass sich ein Motorrad nur über das Verständnis von Motorkonzept, Rahmenkonstruktion, Getriebeauslegung usw. erschließt. Aber wir haben dies bei der Konzeption der Ausstellung von vorneherein berücksichtigt. Die Exponate wurde so gewählt und ausgestellt, dass das Thema und die Faszination auch ohne tiefreichende Technik-Kenntnisse verstanden werden kann und das wurde von den Besuchern auch angenommen.

MS: Wo kommen die Exponate her, wo gehen sie jetzt hin?
Stefan Felber: Einige wenige Exponate stammen vom Ducati-Museum in Bologna. Der Großteil der Motorräder stammt von Privat, von Sammlern und Enthusiasten die durch Ihre Leihgabe die Ausstellung erst möglich gemacht haben. Dorthin gehen die Motorräder nun auch wieder zurück. Außer einer kleinen Auswahl, die vielleicht bald in einer Neuauflage der Ausstellung im Deutschen-Zweiradmuseum-Neckarsulm zu sehen sein wird.
MS: Sind weitere Ducati-Ausstellungen geplant?
Stefan Felber:In absehbarer Zeit nicht. Aber langfristig wird es einen „zweiten Teil“ geben. Mit der derzeitigen Ausstellung haben wir die Grundlagen der Marke Ducati vermittelt und einen Überblick über deren Geschichte gegeben. Nun könnte man Schwerpunktthemen beleuchten – „Motorsport“, „Studien“ etc.

MS: Wie lautet ihr Fazit?
Stefan Felber: Die Entscheidung die Geschichte der Marke Ducati in einer Ausstellung zu zeigen war längst überfällig und goldrichtig. Trotz des enormen Aufwands den es bedurfte, um 53 Motorräder zu beschaffen, zu transportieren, zu positionieren und zu beschreiben – im Grunde der Aufwand, den wir für etwa fünf Automobil-Ausstellungen betreiben – hat uns die gute Resonanz von Besuchern und Medien überzeugt. Dabei hat es uns Ducati auch leicht gemacht; die Kombination aus italienischer Leidenschaft, gepaart mit extravagantem Design und feinster Technik kommt bei den Besuchern sehr gut an und begeistert auch Menschen, denen das Motorrad bisher immer fremd war.

Text und Fotos: Katrina Winkel

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