Der Motor des Versuchsträgers, eine Husqvarna TE 449, kommt ursprünglich von BMW. Und auch bei der Entwicklung des Offroad-ABS gab die Konzernmutter aus München Schützenhilfe.
Husqvarnas Offroad-ABS ist ein Zweikanal-System. Der Aufbau besteht aus zwei Radsensoren und zugehörigen Impulsrädern zur Erfassung der Drehzahlen an Vorder- und Hinterrad, einem ABS-Druckmodulator sowie Hydraulik und elektronischer Regeleinheit. So weit, so alt.
Doch das Husky-ABS wirkt nur aufs Vorderrad. Und erlaubt so Bremsdrifts. Zudem wurden die Schlupfschwellen speziell fürs Gelände definiert. Heißt: Wo ein Straßen-ABS im Gelände längst aufmacht, regelt das Husky-ABS noch lange nicht. Es "weiß", dass es im Matsch schlüpfriger ist als auf Asphalt. Und die Enduro-Stotterbremse kalkuliert mit ein, dass das Hinterrad auch blockieren kann, die Daten des hinteren Raddrehzahlsensors werden dementsprechend interpretiert.
In der Zukunft sind laut Husqvarna sogar zwei verschiedene ABS-Modi denkbar – beispielsweise einer für die Straße und einer fürs Gelände.
Kollege Guido fuhr das ABS im Enduropark Hechlingen:
"Schön, wenn man in Steilabfahrten einfach am Hebel ziehen und sich einfach nur darauf konzentrieren kann, nicht über den Lenker zu gehen. Vor allem für Hobbyfahrer verspricht das Vorderrad-ABS ein entspannteres und demnach weniger anstrengendes Fahren. Wieso der doofe Herr Lettenbichler und der blöde Herr Forster trotzdem so viel schneller waren als ich, entzieht sich meiner Kenntnis."